Karrais zu Besuch bei Oel Heimburger GmbH in Rottweil
Der FDP-Landtagsabgeordnete Daniel Karrais hat das Unternehmen Oel Heimburger GmbH in Rottweil besucht und sich mit den Geschäftsführern Deinhard und Michael Dittert intensiv über die Herausforderungen der Mobilitäts- und Energiewende ausgetauscht. Im Mittelpunkt standen alternative Kraftstoffe, Lade- und Netzinfrastruktur sowie die Frage, wie eine realistische, wirtschaftsfreundliche und zugleich klimaverträgliche Politik gelingen kann.
Ein zentrales Thema war der alternative Kraftstoff HVO-100. Geschäftsführer Michael Dittert erklärte, dass dessen Einführung weiterhin am fehlenden Tankraum in den Tankstellen scheitere. „Wir müssten klassische Kraftstoffe aus dem Sortiment nehmen, die wir aber anbieten müssen. Darum können wir diesen klimafreundlichen Dieselersatz nicht einführen“, erklärt Michael Dittert. Er verstehe nicht, warum die Bundesregierung diese nachhaltigeren Lösungen durch das Festhalten an nahezu vollständig fossilen Kraftstoffen blockiere.
Der FDP-Landtagsabgeordnete Daniel Karrais betonte die Bedeutung von Technologieoffenheit. Klimaschutz könne nur gelingen, wenn schon in der bestehenden Fahrzeugflotte auf alternative Kraftstoffe umgestellt werde. „Mit dem E-Auto alleine werden wir es nicht richten. Es dauert mindestens 15 Jahre um alle Fahrzeuge mit Verbrenner durch E-Antriebe zu ersetzen. Dabei könnten wir deren CO2-Ausstoß schon heute drastisch reduzieren“, sagte Karrais. Dafür brauche es das Angebot flächendeckend.
Auch der Ausbau der Ladeinfrastruktur sei für die Firma Heimburger ein Thema, so Dittert. Jedoch bestehe trotz staatlicher Förderung und hoher Eigeninvestitionen große Unsicherheit bei der zu erwartenden Auslastung und Wirtschaftlichkeit. „Wir würden gerne mehr Lademöglichkeiten anbieten. Betriebswirtschaftlich ist das aber kaum lohnend. Gleichzeitig schreibt der Staat fixe Preise für geförderte Ladestationen vor. Das verzerrt den Markt massiv“, bemängelt Michael Dittert. Der Energiehandel stelle sich immer wieder neu auf die Veränderungen ein und investiere, wo es sinnvoll sei. „Bisher ist uns das gelungen und das wird es auch in Zukunft“, ist Deinhard Dittert sicher.
Abschließend machte Karrais deutlich, dass die FDP auf eine pragmatische Mobilitätswende mit mehreren Antriebsarten setze. Ziel sei eine Politik, die wirtschaftliche Realität, Klimaschutz und Versorgungssicherheit miteinander verbindet und Vertrauen zurückgewinnt.
Bildunterschrift: Michael Dittert, Deinhard Dittert und Daniel Karrais (Foto: Gerlich)


