„Angebote für Senioren müssen sichtbarer werden“

Der FDP-Landtagsabgeordnete Daniel Karrais hat die Seniorenassistenz Schmetterling in Rottweil besucht und sich mit den beiden Gründern Alexander Kaiser und Ilona Weißhaar über deren Unterstützungsangebote für ältere Menschen ausgetauscht.

Die Seniorenassistenz Schmetterling unterstützt Senioren im Alltag, etwa bei hauswirtschaftlichen Tätigkeiten, mit Fahrdiensten oder bei Arztbesuchen. „So können wir dabei helfen, dass ältere Menschen länger zu Hause bleiben können und Familie und Angehörige entlasten“, sagte Kaiser. Dabei spüre man deutlich die Auswirkungen des demografischen Wandels: „Es kommen immer mehr ältere Menschen auf uns zu, die Unterstützung benötigen“, berichtet Mitgründerin und Pflegefachkraft Ilona Weißhaar. Dennoch wüssten die meisten Senioren und Angehörige gar nicht, dass es diese Form der Unterstützung gibt. Erst seit der Pflegereform im Jahr 2018 können auch private Anbieter wie die Seniorenassistenz Leistungen bei den Pflegekassen abrechnen. „Trotzdem verfallen rund 60 Prozent der möglichen Leistungen, weil die Menschen nicht wissen, dass es diese Angebote gibt“, so Geschäftsführer Kaiser. Karrais, der im Landtag den Kreis Rottweil vertritt, betont: „Wir werden immer älter. Der Bedarf nach altersgerechter Unterstützung im Alltag steigt“. Daher sei es wichtig, alle Formen der Unterstützung sichtbar zu machen und auch politisch zu unterstützen.

Aus Sicht der Gesprächspartner sei dazu ein neuer Kreisseniorenplan im Landkreis Rottweil notwendig. „Der aktuelle Plan aus dem Jahr 2015 bildet die heutige Angebotslandschaft nicht mehr ab“, so Weißhaar. Private Anbieter wie die Seniorenassistenz würden darin nicht berücksichtigt. Karrais, der Mitglied im Kreistag des Landkreises Rottweil ist, unterstreicht, dass der Plan dringend aktualisiert werden müsse, um die aktuelle Lage im Kreis Rottweil abzubilden.

Kaiser und Weißhaar wollen eine Seniorenmesse nach dem Vorbild des Zollernalbkreises etablieren. Hier sollen sich die verschiedenen Angebote für Senioren präsentieren können und allgemeine Informationen gestellt werden.

Karrais versprach sich im Kreistag und im Landtag für eine stärkere Sichtbarkeit derartiger Unterstützungsangebote einzusetzen.

Info:
Die Seniorenassistenz Schmetterling wurde 2020 gegründet. Das Unternehmen unterstützt Senioren im Kreis Rottweil. Ziel ist es, ältere Menschen präventiv zu unterstützen und ihnen ein selbstbestimmtes Leben im eigenen Zuhause zu ermöglichen.

Bildunterschrift (v.l.n.r.):  Alexander Kaiser, Ilona Weißhaar und Daniel Karrais (Foto: Siebers)

Rottweil / Fellbach – Beim Landesparteitag der FDP Baden-Württemberg in Fellbach setzten auch die Delegierten aus dem Kreis Rottwei um Kreisvorsitzenden Chris Wild und Landtagsabgeordneten Daniel Karrais klare Akzente für den bevorstehenden Landtagswahlkampf. Im Mittelpunkt der Debatten standen Forderungen nach einem schlanken, funktionierenden Staat, dem weiteren Ausbau von Energieinfrastruktur mit Verstand und einem starken Fokus auf Bürokratieabbau mit radikalen Maßnahmen.

Hans-Ulrich Rülke, Landesvorsitzender und Spitzenkandidat der FDP, appellierte an die Parteibasis und an die Bürger des Landes, den politischen Kurs zu ändern: „Baden-Württemberg braucht einen bürgerlichen Aufbruch, der grüne Stillstandspolitik überwindet und die Kräfte der Freiheit und Eigenverantwortung stärkt“, betonte Rülke in seiner Rede. Da es mit überbordenden Vorschriften ein für alle Mal reiche, bekräftigte Rülke die Forderung nach der „demokratischen Notwehr“. Demnach solle unter anderem das Statistische Landesamt Dokumentationspflichten von Unternehmen einfach nicht mehr umsetzen. In einer Koalitionsaussage fasste die Partei den Beschluss, die derzeitige grün-geführte Landesregierung ablösen zu wollen und gemeinsam mit bürgerlichen Partnern wie der CDU positive Impulse für Wirtschaft, Bildung und Verwaltung zu setzen.

 

Ein besonderer internationaler Gast des Parteitags war der Staatssekretär für Bürokratieabbau aus Argentinien, Alejandro Cacace. Digitalpolitiker Daniel Karrais, der federführend an einem Vorschlag zur Verwaltungsvereinfachung mitgewirkt hat, nutzte den Austausch, um über die Umsetzung der Modernisierung und Entlastung der Verwaltung zu sprechen. Laut Cacace nutze die Regierung in Argentinien Künstliche Intelligenz, um Durchblick durch das Dickicht an Vorschriften zu erhalten. „Argentinien ist in der Überregulierung stecken geblieben. In Deutschland ist es auch bald so weit. Alle Ideen, wie man den Dschungel an Vorschriften abbaut, sind willkommen“, sagte Karrais.

 

In der sich anschließenden Aussprache meldete sich der Rottweiler Abgeordnete selbst zu Wort und lenkte den Blick auf die drängenden Herausforderungen für Baden-Württemberg: „Die Grüne Landesregierung hat den Netz- und Speicherausbau verschlafen und nur auf Teufel komm raus Windräder und PV-Anlagen gepuscht. Wir müssen endlich wieder Energiepolitik mit Sinn und Verstand machen und bei den Netzen aufholen.“ Versorgungssicherheit und bezahlbare Preise müssten in den Mittelpunkt rücken, statt einseitiger ideologischer Prioritäten, findet der Energiepolitiker.

Zudem machte Karrais klar, wie wichtig ein funktionierender Staat sei: „Wer in unserem Land etwas machen will, bekommt es früher oder später mit dem Staat zu tun. Der funktioniert aber oft nicht. Darum brauchen wir eine Reform. Wir sind die einzigen, die konkrete Vorschläge, wie die Abschaffung der Regierungspräsidien und Regionalverbände gemacht haben. Die Leute vor Ort in den Kommunen müssen wieder mehr entscheiden dürfen.“

 

Am 19. Januar 2025 erwarten die Freien Demokraten im Kreis ihren Spitzenkandidaten Hans-Ulrich Rülke als Gast um 19 Uhr im Sonnensaal des Kapuziners und laden herzlich zum damit verbundenen Neujahrsempfang ein. Um Anmeldung wird unter www.fdp-rottweil.de/nje26 gebeten.

 

Hintergrund:
Der Landesparteitag der FDP Baden-Württemberg in Fellbach markiert den offiziellen Start in das Wahljahr 2026. Unter dem Motto „Zurück auf Vorwärts“ will die Partei nach eigenen Angaben eine starke liberale Stimme für wirtschaftliche Freiheit, Verwaltungseffizienz und persönliche Freiheit in den Landtag bringen. Hans-Ulrich Rülke wurde erneut als Spitzenkandidat nominiert und stellt sich der Herausforderung, die FDP nach der Landtagswahl am 8. März als gestaltende Kraft im Parlament zu etablieren.