Ein früher Einstieg in Carbon Management wird sich wirtschaftlich und klimapolitisch auszahlen

 

Der Spitzenkandidat und Vorsitzende der FDP/DVP-Landtagsfraktion Dr. Hans-Ulrich Rülke und der klimapolitische Sprecher der FDP/DVP-Fraktion Daniel Karrais haben ein Papier zum Thema Carbon Management vorgelegt. Es beschäftigt sich mit der konkreten Frage, welche Voraussetzungen und Speicherorte für im Produktionsprozess abgeschiedenes CO₂ benötigt werden. Aus FDP-Sicht stellen Instrumente wie Carbon Capture and Storage (CCS) unverzichtbare Bausteine zur Erreichung der Klimaziele dar. Um die Frage der Speicherorte drückt sich die Politik jedoch. Kein Bundesland zeigt momentan die Bereitschaft, mögliche Speicherorte an Land zu nutzen.

 

Aus Sicht Hans Ulrich Rülkes ist Carbon Management gerade für einen Hightech-Standort mit ausgeprägter Produktion wie Baden-Württemberg eine Zukunftsfrage. Er fordert konkrete Schritte:

 

„Wir sollten von der Länderklausel Gebrauch machen und die CO₂-Speicherung am Festland auch in Baden-Württemberg ermöglichen sowie die Potenziale schnellstmöglich wissenschaftlich prüfen lassen. Im Fokus möglicher Speicherorte stehen insbesondere der Oberrheingraben und Gebiete im Alpenvorland.“

 

Die Gründe seien aus seiner Sicht zwingend: „CCS ist für energieintensive Branchen wie Zement, Kalk und die Abfallwirtschaft unverzichtbar. Als küstenfernes Bundesland hat Baden-Württemberg beim CO₂-Abtransport und bei der Pipeline-Anbindung strukturelle Nachteile. Um Arbeitsplätze zu sichern und neue Wertschöpfung zu schaffen, müssen wir das Thema auch mit Mitteln der Landespolitik vorantreiben.“ Er sieht viele Vorteile für Baden-Württemberg: „Wir schaffen damit regionale Wertschöpfung, ermöglichen eine einfache und stabile CO₂-Logistik und reduzieren Abhängigkeiten von Speicherkapazitäten in der Nordsee.

 

„Darüber hinaus müssen wir von Anfang an die Bürgerakzeptanz mitdenken“, fordert Rülke, „CCS ist erprobt und unter ökologischen Gesichtspunkten sicher. Deshalb sollten wir durch eine landesweite Informationskampagne wissenschaftlich fundiert und verständlich über die Chancen von CCS aufklären. Außerdem gilt es, sich frühzeitig in die europäische Infrastruktur- und Finanzierungsplanung einzubringen. Denn Baden-Württemberg wird dabei eine zentrale Rolle als Transitland spielen. Deshalb müssen wir die Planungen maßgeblich beeinflussen und frühzeitig Partnerschaften mit unseren Nachbarländern Bayern, der Schweiz und Österreich schließen.“

 

Der klimapolitische Sprecher der FDP/DVP-Fraktion, Daniel Karrais, ergänzt:

 

„Ein früher Einstieg in Carbon Management wird sich wirtschaftlich und klimapolitisch auszahlen. Wir müssen von Anfang an die Bürgerakzeptanz mitdenken und über die Vorteile für den Industriestandort informieren. Was da an Panikmache von Umweltverbänden und Rechtspopulisten vorangetrieben wird, ist mit Blick auf die zahlreichen Anwendungsbeispiele in der Welt unverständlich. Dabei hat die Geschichte gezeigt, dass Ideologie den technischen Fortschritt nicht aufhalten kann. Denn das Beratungshaus Boston Consulting Group schätzt allein für Deutschland einen Markt für Negativemissionstechnologien von 70 Milliarden Euro bis 2050, was etwa 2 Prozent des heutigen Bruttoinlandsprodukts entspricht. Baden-Württemberg muss daher jetzt die Weichen stellen, um am Hochlauf dieser Technologien zu partizipieren.“

 

 

Link zum Positionspapier: https://fdp-landtag-bw.de/wp-content/uploads/2026/03/positionspapier_carbon-management.pdf

„Die angekündigte Verschiebung der Inbetriebnahme von S21 ist eine erneute Blamage für die Deutsche Bahn. Für die Gäubahn ist die Nachricht trotz des Desasters eine gute Nachricht, denn der Kopfbahnhof kann weiter angefahren werden. Die drohende Kappung ab Stuttgart-Vaihingen muss sich deshalb auch verschieben. Es bleibt zu hoffen, dass spätestens mit der Fertigstellung des Pfaffensteigtunnels der Tiefbahnhof in Betrieb gehen kann. Sonst verläuft diese Milliardeninvestition, die die Anbindung an den neuen Hauptbahnhof herstellen soll, ins Leere. Insgesamt sind das Zeit- und Projektmanagement der Bahn, das zu der Verschiebung führt eine finanzielle Katastrophe für Bahnkunden und Steuerzahler. Man kann der Bahn aber bezüglich ihrer Ankündigungen ohnehin nicht mehr glauben schenken“.

„Die bisherigen Maßnahmen bringen nichts“

Der FDP-Landtagsabgeordnete Daniel Karrais hat sich mit Vertretern der Freien Narrenvereinigung Waldgau, der Freien Narrenvereinigung Mittlerer Schwarzwald, des Narrenrings Oberer Neckar sowie der Europäischen Narrenvereinigung Baden-Württemberg über deren Herausforderungen bei der Organisation von Umzügen ausgetauscht. Achim Seepold sagte gleich zu Beginn: „Sie haben sich zuletzt immer wieder für die Fasnet in Stuttgart eingesetzt. Es gibt aber noch viel zu tun“.

So greifen die „verheißungsvoll angekündigten„ Erleichterungen durch mehrjährige Genehmigungen für Umzüge in der Praxis nicht, berichten die Gesprächspartner: „Die Einschränkungen sind sehr groß. Denn jeder Umzug führt über eine Kreis- oder Landesstraße oder hat mehr als 500 Teilnehmende“. Diese Straßen seien von der Erleichterung ausgenommen.  Karrais, der im Landtag den Kreis Rottweil vertritt, stellt klar: „Mehrjährige Genehmigungen wurden von der Regierung als großer Wurf verkauft. Die bisherigen Regelungen bringen den Narrenzünften aber faktisch gar nichts“. Damit die Vereine entlastet werden, müssten die Kriterien Heraufgesetzt  werden, so der Rottweiler Landtagsabgeordnete. „Wir müssen und können den Vereinen vertrauen, dass sie verantwortungsvoll planen und die Veranstaltung ordentlich durchführen“.

Ein weiteres zentrales Thema waren die Sicherheitsauflagen. Die Anforderungen seien massiv gestiegen und für die Ehrenamtlichen in den Vereinen nur noch schwer umsetzbar. „Für einen kleinen Umzug im Ort werden teils ähnliche Maßstäbe angelegt wie für Großveranstaltungen“, kritisieren die Narrenvereinigungen. Karrais, der sich seit langem für Vereinfachungen einsetzt, fordert: „Man kann nicht jede abstrakte Gefahr vollständig absichern. Es braucht wieder mehr gesunden Menschenverstand, statt hunderte Seiten Sicherheitskonzept.“ Der Leitfaden für Narrenzünfte, Behörden und Organisationen für die Fasnet müsse entsprechend ergänzt werden, findet Karrais.

Diskutiert wurde auch der Einsatz der Feuerwehr bei Verkehrsregelungen. Aktuell sei es der Feuerwehr nicht erlaubt, den Straßenverkehr zu regulieren. „Die Polizei kann dies zur Fastnacht besonders am Montag und Dienstag nicht in allen Ortschaften stemmen“, so Karrais. Der Rottweiler Landtagsabgeordnete fordert deshalb, das Landesfeuerwehrgesetz zu ändern, sodass rechtliche Risiken beseitigt sind.

Große Sorgen bereiten den Vereinen zudem die GEMA-Gebühren. Für Umzüge und begleitende Veranstaltungen fielen teils mehrere Tausend Euro an Kosten an, schildern die Vertreter. Karrais verweist auf bestehende Modelle: „Für Weihnachtsmärkte gibt es bereits spezielle Tarife. Ein vergleichbarer Brauchtumstarif würde viele Narrenvereine entlasten.“ In Bayern und Hessen übernehme das Land unter bestimmten Voraussetzungen sogar pauschal die GEMA-Kosten für einzelne Veranstaltungen. Das zeige, dass es Lösungen gibt, wenn man sie politisch wolle, so der Abgeordnete.

Karrais kündigt an, sich weiterhin für die Anliegen der Narrenvereinigungen einzusetzen.

 

Bildunterschrift (v.l.n.r.): Franz Kern, Alwin Staiger, Werner Schinacher, Achim Seepold, Daniel Karrais, Hans-Peter Marte, Sabine Pfau, Pascal Reich, Michael Kruck, Manuel Häring (Foto: Siebers)

Sondersitzung des Landtags notwendig um Betrieben Geld zurückzugeben

Der Obermeister der Innung der Friseure im Kreis Rottweil, Angelo Sciammacca, hat den FDP-Landtagsabgeordneten Daniel Karrais zu sich eingeladen, um auf die unbefriedigende Situation bei der Rückzahlung der Corona-Soforthilfen aufmerksam zu machen. Sciamacca betreibt selbst einen Friseurbetrieb mit zehn Mitarbeitenden in Villingendorf und vertritt rund 30 Innungsbetriebe im Kreis.

Sciammacca schildert die Situation aus Sicht seines eigenen Betriebs. Er habe damals selbst die Corona-Soforthilfen beantragt, um die Existenz seines Friseursalons zu sichern. „Wir durften ja nicht mehr Arbeiten und es wurde in Aussicht gestellt, dass das Geld nicht zurückgezahlt werden muss. Später wurde doch vom Land alles wieder zurückgefordert“, schildert er. In seinem Fall habe es sich um 15.000 Euro gehandelt. Hinzu seien Kosten für Steuerberater und bürokratischer Aufwand gekommen. „Das ging vermutlich jedem Friseur und auch anderen Betrieben so“, ärgert sich der Handwerksmeister.

Hintergrund ist die unterschiedliche Ausgestaltung der Corona-Soforthilfen vor und nach dem Stichtag am 7. April 2020. In einem FAQ wurde vom Wirtschaftsministerium des Landes eine „nicht rückzahlbare“ Hilfe in Aussicht gestellt. Später wurden trotzdem die Gelder zurückgefordert. Im Landkreis Rottweil sind zahlreiche Betriebe betroffen: Insgesamt 1.900 Betriebe haben vor dem Stichtag Corona-Soforthilfen im Umfang von 18,5 Millionen Euro erhalten. Hinzu kommen weitere 1.000 Anträge im Umfang von 8,6 Millionen Euro. Das geht aus einer Anfrage der FDP-Fraktion im Landtag hervor.

„Viele Betroffene haben an das Land zurückgezahlt, obwohl das Unrecht war. Es wurden schließlich heftige Konsequenzen angedroht“, berichtet Sciammacca. In mehreren Gerichtsurteilen wurde nun das Land verpflichtet die unrechtmäßigen Rückforderungen rückabzuwickeln. „Wir haben das Wirtschaftsministerium immer wieder aufgefordert, zu handeln. Dort ist man aber immer wieder in Berufung gegangen, weil man den Betrieben das Geld nicht mehr zurückgeben wollte“, berichtet Karrais aus der Landespolitik.

Aufgrund des politischen Drucks hat die Koalition aus Grünen und CDU nun im Eilverfahren ein Gesetzentwurf zur Zurückzahlung vorgelegt. „Wir brauchen eine Sondersitzung des Landtags dafür, weil die es zwei Jahre lang nicht hinbekommen haben“, schüttelt Karrais den Kopf. Für die mehr als 400 Millionen Euro Rückzahlungen, seien jedoch über 900 Millionen Euro eingeplant, so der Abgeordnete. Grund dafür seien unter anderem aufwändige Einzelallprüfungen. Karrais kritisiert dieses Vorgehen deutlich: „Das versteht niemand. Das Land verfügt über alle Daten, wer wann wie viel Soforthilfen erhalten und zurückgezahlt hat.“ Er fordert eine unbürokratische Rückerstattung. „Wenn wir das Vertrauen der Betriebe zurückgewinnen wollen, dann müssen wir hier einfach machen statt uns wieder bürokratischen Irrsinn auszudenken“.

Auch Sciammacca sorgt sich davor, wie die Verfahren für die Erstattungen ablaufen: „Wenn das erneut extrem bürokratisch wird, werden sich viele Betriebe überlegen, ob sie das überhaupt beantragen.“ Entscheidend sei, dass alle Betroffenen gleich behandelt würden – unabhängig vom damaligen Antragsdatum. „Wichtig ist, dass alle ihr Geld zurückbekommen“, betont er abschließend.

Am kommenden Mittwoch, den 25. April wird der Landtag in einer Sondersitzung final zu den Corona-Soforthilfen beraten und über die Gesetzesvorlage abstimmen. Die Debatte findet ab 11 Uhr statt und ist im Livestream des Landtags zu verfolgen.

Bildunterschrift: Daniel Karrais und Angelo Sciammacca (Foto: Siebers)

„Der Solarboom ist vorbei“

Der FDP-Landtagsabgeordnete Daniel Karrais hat das Unternehmen Enerix in Deißlingen besucht und sich mit Geschäftsführer Daniel Drixler über die aktuelle Lage der Solarbranche ausgetauscht.

Drixler schildert eine deutlich veränderte Marktsituation: „Der Solarboom ist vorbei. Der Wettbewerb ist härter geworden und massives Preisdumping setzt viele Betriebe unter Druck.“ Enerix setze bewusst auf Qualität und langfristige Lösungen. Trotz angespannter konjunktureller Lage blicke er optimistisch nach vorne, so der Geschäftsführer.

Karrais, der im Landtag den Kreis Rottweil vertritt, stellt klar: „Wir brauchen Erneuerbare Energien. Aber in den letzten Jahren wurden in der Energiepolitik zentrale Fehler begangen“. So belaste der hohe Anteil der Erneuerbaren Energiequellen, insbesondere große Anlagen wie Freiflächen-Photovoltaik, die Netze. Dies führe zu steigenden Netzentgelten, die am Ende die Menschen und Unternehmen bezahlten, so Karrais. Der Vorsitzende des Ausschusses für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft fordert deshalb: „Der Netz- und Speicherausbau muss endlich priorisiert und besser an den Aufwuchs der Erneuerbaren angepasst werden. Nur dann gehen die Strompreise wieder nach unten“

Neben der energiepolitischen Debatte hebt Karrais ausdrücklich das gesellschaftliche Engagement des Unternehmens hervor. Mit der Aktion „Drixler verdoppelt“ unterstützt Enerix Vereine in der Region, indem gesammelte Spendenbeträge verdoppelt werden. „Viele Vereine stehen unter Druck, das Ehrenamt nimmt ab. Wir wollen da einen Beitrag leisten“, erklärt Drixler. Karrais knüpft an seine Eindrücke aus der Heimatliebe-Tour an. „Gerade im ländlichen Raum sind Vereine das Rückgrat des gesellschaftlichen Zusammenhalts. Dass Unternehmen hier Verantwortung übernehmen, ist ein gutes Signal und die Übernahme von Verantwortung für die Gesellschaft“, lobt der Landespolitiker. Das Engagement von Enerix unterstreiche einmal mehr, dass Unternehmer keine Übeltäter sind, sondern soziale Verantwortung übernehmen, so Karrais.

Info:
Enerix Rottweil ist Teil des bundesweiten Enerix Netzwerks und bietet maßgeschneiderte Lösungen rund um Photovoltaik, Stromspeicher, Wärmepumpen und Klimaanlagen an. Das Unternehmen in Rottweil beschäftigt 22 Mitarbeitende und setzt auf ganzheitliche Energiekonzepte für private und gewerbliche Kunden in der Region Rottweil.

 

Bildunterschrift (v.l.n.r.): Daniel Drixler und Daniel Karrais (Foto: Siebers)

Der FDP-Landtagsabgeordnete Daniel Karrais hat das Unternehmen Oel Heimburger GmbH in Rottweil besucht und sich mit den Geschäftsführern Deinhard und Michael Dittert intensiv über die Herausforderungen der Mobilitäts- und Energiewende ausgetauscht. Im Mittelpunkt standen alternative Kraftstoffe, Lade- und Netzinfrastruktur sowie die Frage, wie eine realistische, wirtschaftsfreundliche und zugleich klimaverträgliche Politik gelingen kann.

Ein zentrales Thema war der alternative Kraftstoff HVO-100. Geschäftsführer Michael Dittert erklärte, dass dessen Einführung weiterhin am fehlenden Tankraum in den Tankstellen scheitere. „Wir müssten klassische Kraftstoffe aus dem Sortiment nehmen, die wir aber anbieten müssen. Darum können wir diesen klimafreundlichen Dieselersatz nicht einführen“, erklärt Michael Dittert. Er verstehe nicht, warum die Bundesregierung diese nachhaltigeren Lösungen durch das Festhalten an nahezu vollständig fossilen Kraftstoffen blockiere.

Der FDP-Landtagsabgeordnete Daniel Karrais betonte die Bedeutung von Technologieoffenheit. Klimaschutz könne nur gelingen, wenn schon in der bestehenden Fahrzeugflotte auf alternative Kraftstoffe umgestellt werde. „Mit dem E-Auto alleine werden wir es nicht richten. Es dauert mindestens 15 Jahre um alle Fahrzeuge mit Verbrenner durch E-Antriebe zu ersetzen. Dabei könnten wir deren CO2-Ausstoß schon heute drastisch reduzieren“, sagte Karrais. Dafür brauche es das Angebot flächendeckend. 

Auch der Ausbau der Ladeinfrastruktur sei für die Firma Heimburger ein Thema, so Dittert. Jedoch bestehe trotz staatlicher Förderung und hoher Eigeninvestitionen große Unsicherheit bei der zu erwartenden Auslastung und Wirtschaftlichkeit. „Wir würden gerne mehr Lademöglichkeiten anbieten. Betriebswirtschaftlich ist das aber kaum lohnend. Gleichzeitig schreibt der Staat fixe Preise für geförderte Ladestationen vor. Das verzerrt den Markt massiv“, bemängelt Michael Dittert. Der Energiehandel stelle sich immer wieder neu auf die Veränderungen ein und investiere, wo es sinnvoll sei. „Bisher ist uns das gelungen und das wird es auch in Zukunft“, ist Deinhard Dittert sicher.

Abschließend machte Karrais deutlich, dass die FDP auf eine pragmatische Mobilitätswende mit mehreren Antriebsarten setze. Ziel sei eine Politik, die wirtschaftliche Realität, Klimaschutz und Versorgungssicherheit miteinander verbindet und Vertrauen zurückgewinnt.

 

 

Bildunterschrift: Michael Dittert, Deinhard Dittert und Daniel Karrais (Foto: Gerlich)

„Handschriftliche Verwaltungsverfahren sind Ärgernis“

Der Rottweiler Landtagsabgeordnete Daniel Karrais hat das Autohaus Car-Port in Deißlingen-Lauffen besucht und sich mit den Geschäftsführern Mirjam Best, David Buhlinger und Dominik Best sowie Harald Buhlinger über die aktuelle Lage des Unternehmens ausgetauscht.

Bei einem Rundgang durch die Werkstatt und den Betrieb gab Harald Buhlinger, Gründer des Unternehmens, einen Einblick in die Entwicklung des Autohauses. Vor 35 Jahren gründete er das Unternehmen und hat seither den tiefgreifenden Wandel der Automobilbranche hautnah miterlebt. Viele Weggefährten mussten ihre Betriebe aufgrund zunehmender regulatorischer Auflagen aufgeben, andere versuchten durch EU-Importe wirtschaftlich zu überleben, so Buhlinger. „Wir haben diesem Strukturwandel mit unternehmerischem Mut, Anpassungsfähigkeit und handwerklicher Qualität getrotzt und so konnte ich beruhigt an den Nachwuchs übergeben“, freut er sich.

Im anschließenden Austausch standen die wachsenden bürokratischen Belastungen für Kfz-Betriebe sowie aktuelle industrie- und energiepolitische Herausforderungen im Mittelpunkt. Ein zentrales Anliegen der Geschäftsführung war die Verwaltungspraxis bei der Nutzung der roten Kennzeichen für Probefahrten. „Alle Probefahrten müssen handschriftlich dokumentiert werden, inklusive Personalien des Fahrers, Führerscheindaten, Fahrzeugidentifikationsnummer und Zweck der Fahrt. Das Fahrtenbuch fasst lediglich rund 25 Einträge und muss persönlich beim Landratsamt zur Kontrolle vorgelegt“, kritisiert David Buhlinger. Das müsse digital gehen, befindet Digitalpolitiker Karrais. „Dieses Verfahren kostet die Wirtschaft einfach nur Geld und hat keinerlei Nutzen für die Gesellschaft“, findet der Abgeordnete. Man könne mittlerweile einfach sein Auto online zulassen. Darum müsse auch die rote Nummer online nutzbar sein.

Insgesamt waren sich die Gesprächspartner einig, dass es eine politische Wende brauche, mehr Unterstützung für den Mittelstand, kürzere Genehmigungsverfahren und Verwaltungsstrukturen, die ermöglichen statt verhindern.

Daniel Karrais betonte abschließend, dass es Menschen brauche, die vorangehen, Verantwortung übernehmen und den Dialog suchen, genau wie bei diesem Unternehmensbesuch in Lauffen-Deißlingen.

Bildunterschrift Das gelbe Auto gefiel dem politischen Besucher besonders v.l.: David Buhlinger, Harald Buhlinger, Mirjam Best, Dominik Best und Daniel Karrais (Foto: Gerlich)

„Lassen wir die Wirtschaft wachsen, nicht die Bürokratie“

Unter diesem Motto  lade ich Sie herzlich zum traditionellen Politischen Aschermittwoch der FDP Rottweil ein. Dieser findet am 18. Februar um 18.30 Uhr in der Hirschbrauerei Flözlingen (Eschachstraße 15, 78658 Zimmern-Flözlingen) statt.

Als Gastredner erwarten wir den Landtagsabgeordneten Prof. Dr. Erik Schweickert. Als Vorsitzender des Ausschusses für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus im Landtag setzt er sich dafür ein, dass der Wirtschaft in Baden-Württemberg wieder mehr zugetraut wird. Ein wichtiger Baustein für das Vertrauen in die Wirtschaft ist die Reduzierung der Bürokratie. Unter dem Motto „Lassen wir die Wirtschaft wachsen, nicht die Bürokratie“ wird er gemeinsam mit dem Rottweiler Landtagskandidaten Daniel Karrais berichten und mit Ihnen in den Austausch gehen.

Daniel Karrais vertritt den Landkreis Rottweil seit 2018 in Stuttgart. Seit 2021 ist er Vorsitzender des Ausschusses für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft. Darüber hinaus ist er Gemeinderat und Kreisrat in Rottweil.

Teilen Sie diese Einladung gerne mit weiteren Interessierten!

Ich freue mich auf die Begegnung mit Ihnen und auf einen diskussionsfreudigen Abend!

 

Eine Anmeldung ist nicht nötig

Närrische Aktivitäten Thema im Landtag

 

In der Fragestunde der letzten Plenarsitzung des Landtags in dieser Legislaturperiode war erneut die Fasnet Thema. Der Rottweiler Landtagsabgeordnete Daniel Karrais fragte nach den Ergebnissen des letzten Runden Tisches „Fastnacht“ der Landesregierung, der im Dezember getagt hatte. Karrais wollte wissen, wie es bei den stetig wachsenden Sicherheitsauflagen und GEMA-Gebühren weitergehen solle. Staatssekretär Thomas Blenke aus dem Innenministerium zog eine positive Bilanz aus dem Runden Tisch. So habe man mit einem „Wegweiser“ für die Kommunen Empfehlungen und Leitfäden erarbeitet, die Orientierung für die Genehmigung bieten sollen. Mit Blick auf die Sicherheitsauflagen verwies Blenke auf jüngste Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs „Es sind Auflagen ausreichend, die ein sorgfältiger Mensch treffen würde. Die Verhältnismäßigkeit muss gewahrt werden“. Man könne nicht vor allem abstrakten Gefahrenlagen schützen. Dies wolle man in dem Leitfaden für die Kommunen auch ergänzen, so der Staatssekretär. Mit Blick auf die GEMA-Gebühren empfahl Blenke einen Tarif für Brauchtumsveranstaltungen nach dem Vorbild des günstigeren „Weihnachtsmarkttarifs“ auszuhandeln. „Ein pragmatischer Vorschlag“, wie Karrais befand.

 

Karrais bewertet die Antworten der Regierung gemischt. „Es geht voran, aber ich wünsche mir mehr Mut für Erleichterungen. Nutzen bringen die mehrjährigen Genehmigungen und andere Erleichterungen jedoch nur den besonders kleinen Zünften. Was aber dort funktioniert, kann man auch im Größeren anwenden“, stellt der Landespolitiker fest. Bei der verkehrlichen Absicherung von Umzügen durch die Feuerwehr, wie es häufig praktiziert werde, zeigte sich Blenke skeptisch. „Da mahne ich zur Vorsicht. Das ist Aufgabe der Polizei“, so Blenke. Karrais entgegnete im Nachgang, dass es als „Kann-Aufgabe“ durchaus ein pragmatischer Vorschlag sei, um Rechtssicherheit zu schaffen. „In vielen Dörfern wird das schon seit Jahrzehnten so gemacht. Da sollte man das Feuerwehrgesetz anpassen. Am Schluss entscheidet die Kommune darüber, ob sie die Feuerwehr einsetzen will oder nicht“, fordert Karrais. Es gebe laut dem Abgeordneten noch einiges in der Unterstützung des Brauchtums zu tun. Dafür wolle er sich weiter einsetzen.

 

„Unternehmen mehr zutrauen als vorschreiben“

Der Rottweiler Landtagsabgeordnete Daniel Karrais hat gemeinsam mit dem FDP-Spitzenkandidaten Dr. Hans-Ulrich Rülke und Vertretern der IHK das Unternehmen BDT Media Automation in Rottweil besucht. Im Fokus des Gesprächs mit den Geschäftsführern Bernd Krause und Dr. Holger Rath standen die Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts sowie die zunehmende Bürokratie.

BDT ist nach eigenen Angaben Weltmarktführer für Systemlösungen zur Datenspeicherung. „Die Welt wird immer digitaler. Das heißt es fallen immer mehr Daten an, die sicher abgelegt werden müssen. Unsere Lösungen sind bei den großen und bekannten Tech-Firmen weltweit im Einsatz“, erläutert Geschäftsführer Krause. Kritisch bewertet die Geschäftsleitung die bürokratischen Anforderungen: „Wir nehmen wahr, dass wir immer mehr Anforderungen erfüllen sollen. Das trägt nichts zur Wertschöpfung bei, kostet aber Personal, Geld und Zeit“, so Krause. Als Beispiel nennt Rath das ausufernde Beauftragtenwesen: „Wir müssen 17 verschiedene Beauftragte nachweisen. Leiterbeauftragter, Regalbeauftragter, Brandschutzbeauftragter und viele mehr. Das Anliegen dahinter ist verständlich, aber ob die Beauftragten auch nur einen Unfall oder ein Problem verhindern, ist fraglich“.

Hans-Ulrich Rülke, Landesvorsitzender der FDP, sieht hier dringenden Handlungsbedarf: „Der Staat stranguliert unsere Unternehmen mit verschiedenen Auflagen. Wir wollen diesen Irrsinn beenden“. Um mittelständische Unternehmen zu entlasten, wolle die FDP das Statistische Landesamt anweisen, Berichts- und Dokumentationspflichten nicht mehr abzufragen. Auch das sogenannte Gold Plating, also zusätzliche nationale Vorgaben über EU-Recht hinaus, müsse beendet werden, so der FDP-Spitzenkandidat für die anstehende Landtagswahl. Karrais, der im Landtag den Kreis Rottweil vertritt, unterstreicht die Bedeutung schlanker Strukturen: „Wir brauchen wieder einen Staat, der funktioniert und unseren Unternehmen mehr zutraut als vorschreibt.“ Deshalb fordere er eine umfassende Verwaltungsreform, um Zuständigkeiten zu bündeln und Verfahren zu vereinfachen.

Trotz aller Kritik blickt die Geschäftsführung optimistisch nach vorne. „Man darf nicht immer nur meckern. Wir haben hervorragende Produkte, hochqualifizierte Mitarbeitende und eine enorme Innovationskraft“, betont Krause. Die beiden Standorte in Rottweil und Deißlingen gehörten zur festen DNA des von Singapur über die USA nach Mexiko tätigen Unternehmens. „Wir bleiben der Region treu“, versichert Krause. Man sei zuversichtlich, dass man hier auch künftig erfolgreich sein werde.

Landespolitiker Rülke lobte den Unternehmergeist bei BDT. „Unsere Aufgabe ist es, solchen Unternehmen den bestmöglichen Rahmen für mehr Wachstum vor Ort zu bieten“, stellte Rülke klar.

Info:
BDT Media Automation wurde 1967 gegründet. Das Unternehmen verfügt über sechs Standorte weltweit. Dabei entwickelt das Unternehmen in Rottweil und produziert seine Produkte in Lauffen (Deißlingen). Das Unternehmen ist Weltmarktführer für automatisierte Speicherlösunge. BDT beschäftigt rund 350 Mitarbeitende an sechs Standorten weltweit.

Bildunterschrift (v.l.n.r.): Dr. Holger Rath, Dr. Hans-Ulrich Rülke, Daniel Karrais, Bernd Krause (Foto: Fink)