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Karrais zu Gast in Dürrenmettstetten (Heimatliebe-Tour)

„Da hilft nur noch abreißen!“

Im Rahmen seiner Heimatliebe-Tour besuchte der FDP-Landtagsabgeordnete Daniel Karrais den Sulzer Teilort Dürrenmettstetten. Im Austausch mit dem Ortschaftsrat um Ortsvorsteher Siegfried Dölker informierte sich Karrais bei einem Rundgang über die Herausforderungen vor Ort. Im Zentrum stand der Leerstand von Gebäuden und die Frage, wie man mit diesem umgeht.

„In Dürrenmettstetten haben wir einige große, alte, leerstehende Gebäude. Eine Sanierung ist enorm kostspielig. Wenn man dann noch die niedrigen Mieten bedenkt, lohnt sich das für die Eigentümer schlicht nicht“, erklärt Ortsvorsteher Dölker die aktuelle Lage. Als ein aktuelles Beispiel für den Leerstand zeigte der Ortschaftsrat das alte Schulgebäude. Dieses werde im Moment als Unterbringung für Flüchtlinge genutzt. Diese seien zwar dort gemeldet, jedoch seien sie kaum vor Ort. Das führe vor Ort zu Diskussionen, ob man das Gebäude nicht anderweitig nutzen könne. Karrais zeigt Verständnis für die Situation: „Die Zahlen der Flüchtlinge und Asylbewerber gehen zurück. Da müsste es bald Spielräume geben, bestehende Unterkünfte frei zu machen“.

„Eigentlich kann man die alten Gebäude nur abreißen und auf dem Grundstück neu bauen“, sagt Ortsvorsteher Dölker. Doch selbst ein Abriss käme oft nicht infrage, da die Kosten dafür schon zu hoch seien. Karrais, der im Landtag den Kreis Rottweil vertritt, stellt klar: „Wenn sich Abriss und Neubau für die Eigentümer nicht lohnen, bleiben die Gebäude leer und verfallen mit der Zeit. Das möchte ich nicht“. Der FDP-Politiker mache sich daher für eine finanzielle Unterstützung stark. Für Orte wie Dürrenmettstetten brauche es ein Förderprogramm, welches den Abriss bei einem folgenden Neubau finanziell unterstütze. „Wer Flächenverbrauch verringern und Dorfmitten nicht aussterben lassen will, muss Erneuerung im Innenort unterstützen“, ist Karrais überzeugt.

Als positives Beispiel, wie eine Umnutzung aussehen könnte, gelte der Lebenshof Siegel. In dem vormals leerstehenden Gebäude sei mit viel Zeit und Arbeit ein Betreutes Wohnen mit Tagesbetreuung entstanden. Volker Siegel, der das Projekt gemeinsam mit seiner Frau ins Leben gerufen hatte, erzählt Karrais bei dem Rundgang von der Entstehungsgeschichte. Karrais zeigt sich beeindruckt: „Das ist eine hervorragende Initiative! Sie zeigt, welches Potential in den leerstehenden Gebäuden steckt. Wenn wir die Menschen vor Ort dabei unterstützen, kann dabei ganz Tolles entstehen, was das Leben vor Ort bereichert“.

Karrais versprach sich an entsprechender Stelle für die Belange von Dürrenmettstetten einzusetzen.

 

Info: Im Rahmen der Heimatliebe-Tour besucht Daniel Karrais die Ortschaften und Gemeinden im Kreis Rottweil, um direkt mit den Menschen vor Ort über ihre Anliegen zu sprechen. „Ohne große Reden, dafür mit offenen Ohren: Was läuft gut, was nicht? Mein Ziel: zuhören, verstehen, anpacken“, erklärt der Abgeordnete. Die Termine werden gegebenenfalls vorab in den Gemeinden, in den lokalen Medien und in den Sozialen Medien angekündigt.

 

Bildunterschrift (v.l.n.r.): Daniel Karrais, Sonja Effinger, Jürgen Wößner, Siegfried Dölker, Volker Siegel, Martin Wößner, Alexander Trick, Reinhard Kießling, Johannes Huß (Foto: Siebers)