Daniel Karrais
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Wibke Steinhilber

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Einträge von Wibke Steinhilber

Aktuelles, Pressemitteilungen

FDP-Landtagsabgeordneter Karrais: Fahrverbote für Motorradfahrer völlig unverhältnismäßig

Der FDP-Landtagsabgeordnete Daniel Karrais informierte sich bei Familie Kilgus, Betreiber des Hotel Waldblick in Schenkenzell und dem dortigen Schultes, Bernd Heinzelmann über die neu entflammte Diskussion in Sachen Lärmbelästigung durch Motorradfahrer und entsprechende Fahrverbote.

Im Mai 2020 hatte der Bundesrat einen Beschluss zu Motorradlärm gefasst, welcher auch durch Zutun des grünen Verkehrsminister Winfried Hermann deutlich verschärft wurde. So gewann auch das Thema Fahrverbote für Motorräder an Bedeutung. Der Rottweiler Landtagsabgeordnete erkundigte sich bei Brigitte Kilgus und Bürgermeister Heinzelmann über die aktuelle Situation in Schenkenzell, das selbst an einer beliebten Motorradstrecke liegt. „Unser Hotel ist schon seit jeher Anlaufstelle für Motorradfahrer,“ erklärte Kilgus. Ihre Familie gehöre selbst zur Riege der Motorradfahrer und wisse, wie wenig willkommen die Zweiradfahrer in manchen Hotels und Restaurants seien. Darum hätte die Familie den Entschluss gefasst, die gute Lage zu nutzen und ein Angebot für Reisende mit dem Motorrad zu machen. Dieses Konzept gehe auf. „Viele Stammgäste kommen immer wieder und das auch in der jetzigen Zeit,“ freut sich Kilgus.

Bürgermeister Heinzelmann beschrieb die Lage in Schenkenzell vor allem aus der Sicht der Anwohner, von denen er regelmäßiges Feedback bekomme: „Der Motorradverkehr auf der L405 nahm in der Vergangenheit deutlich zu. Die Anwohner beschweren sich des Öfteren über Lärmbelästigungen.“ Bei gutem Wetter höre man ungefähr jede halbe Stunde eine Gruppe Motorradfahrer auf der Fahrt durch die Gemeinde. Daniel Karrais hatte sich in einer Kleinen Anfrage zum Thema Motorrad-Kontrollen im Landkreis Rottweil bereits an die Landesregierung gewandt. Diese ergab ebenfalls, dass die an der Gemeinde Schenkenzell vorbeiführende L405 aufgrund der Lärmproblematik in das Kontrollkonzept der Polizei mitaufgenommen wurde, nachdem sich die Gemeinde dafür eingesetzt hatte. Auf der Grundlage des derzeitigen Lagebilds sei eine weitere Intensivierung der Kontrolltätigkeiten jedoch nicht vorgesehen, heißt es in der Antwort des Innenministeriums.

Für Brigitte Kilgus steht fest: „Den wenigsten Motorradfahrern geht es darum laut zu sein oder gar jemanden zu stören. Doch leider gibt es auch hier, wie fast überall, einige wenige schwarze Schafe, was allerdings dazu führt, dass das Motorradfahren an sich in Verruf gerät.“ Das Hotel Waldblick in Schenkenzell profitiere von der L405 und der damit verbundenen Durchfahrtstrecke, denn letztlich seien es die Motorradfahrer, die Jahr für Jahr aufs Neue im Waldblick einkehrten. Bürgermeister Heinzelmann überlege mittlerweile, ob man sich der Initiative Motorradlärm von Land und Kommunen anschließe. Stand 31. Juli 2020 sind 124 Mitglieder der Initiative beigetreten, darunter auch die Stadt Schramberg. „Ein Vorteil durch die Mitgliedschaft wäre, dass die Gemeinde einen Zuschuss zur Anschaffung eines Lärmmessgeräts erhalten kann, um selbst zu messen,“ so Bürgermeister Heinzelmann. Nichtsdestotrotz könne das alleine nicht die Lösung sein. So habe man als Kurort seit Juli nun Tempo 40 eingeführt. Dies sei der erste Schritt in die richtige Richtung, erklärte das Gemeindeoberhaupt. Ein weiterer Schritt, der überlegt werden solle, seien Hinweisschilder am Ortseingang, die noch einmal explizit auf das Thema Lärmbelästigung hinweisen. So könne man vielleicht zumindest den ein oder anderen dafür sensibilisieren.

In einer Sache sind sich die Hotelbetreiberin, der Bürgermeister und der Landtagsabgeordnete einig: Streckenbezogen Fahrverbote für Motorräder, wie von Verkehrsminister Hermann vorgeschlagen, sind nicht die Lösung des Problems.

„Selbstverständlich muss die Politik das Problem des teilweise übermäßigen Lärms ernst nehmen. Nichtsdestotrotz sind Maßnahmen, die auf eine undifferenzierte Verunglimpfung aller Motorradfahrer zielen, vollkommen unangemessen,“ so Daniel Karrais über die Einführung von Fahrverboten an Sonn- und Feiertagen. Man müsse vielmehr über die Hersteller gehen und die Regularien für die zulässigen Lärmemissionen angehen. Und auch Schwerpunktkontrollen in besonders betroffenen Gebieten seien eine gute Möglichkeit, um auf unangepasste Fahrweisen und illegale Individualisierungen Einfluss zu nehmen. „Wir sind für klare Sanktionierungen von Regelverstößen,“ machte der FDP-Politiker deutlich. „Es geht nicht, dass eine ganze Gruppe leidet, nur, weil es einzelne unbelehrbare Motorradfahrer gibt,“ schließt Karrais ab.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

8. September 2020/von Wibke Steinhilber
Aktuelles, Pressemitteilungen

Rülke und Karrais: Wir brauchen jetzt eine Digitalisierungsoffensive

Forderung für einen Durchbruch bei der digitalen Infrastruktur als Rückgrat für ein modernes und smartes Baden-Württemberg – Rückstand im europäischen Vergleich muss aufgeholt werden

Zur heutigen Landespressekonferenz, bei der die FDP/DVP Fraktion ihr Positions- und Forderungspapier „Digitaloffensive für Baden-Württemberg“ vorgestellt hat, führt der Vorsitzende der FDP/DVP Fraktion, Dr. Hans-Ulrich Rülke, aus:

„Seit Beginn dieser Legislaturperiode wird Innenminister Thomas Strobl nicht müde anzukündigen, er wolle bis zum Jahr 2021 auch den letzten Schwarzwaldhof an das schnelle Internet angeschlossen haben. Zur Mitte der Legislaturperiode hat er dieses Ziel relativieren müssen. Der Lockdown der Corona-Pandemie hat wie ein Brennglas deutlich die Defizite der digitalen Infrastruktur aufgezeigt. Diese Defizite offenbaren den Rückstand des Landes in einer internetbasierten globalisierten Welt. Auch in Schulen und Verwaltungen zeigte sich, dass das Land in der Digitalisierung viel Nachholbedarf hat. Daher fordern wir einen Durchbruch bei der digitalen Infrastruktur und Ausstattung, für den wir eine weitere Milliarde Euro investieren wollen.

Die Gegenfinanzierung der standortsichernden, zukunftsweisenden und dringend überfälligen Investitionen in die Breitband- und Mobilfunkinfrastruktur sowie in weitere Projekte, die mit dem steigenden Breitbandbedarf einhergehen, erfolgt aus Mitteln der Baden-Württemberg Stiftung. Entnimmt man der Baden-Württemberg Stiftung eine Milliarde, rund die Hälfte ihres Stiftungsvermögens, so stünden für den flächendeckenden Ausbau der digitalen Infrastruktur insgesamt mehr als zwei Milliarden Euro zur Verfügung. Mit diesem finanziellen Rückenwind ist es machbar, den Anschluss an den Rest Europas und der Welt in Sachen Digitalisierung zu finden.

Wir brauchen ein klares Infrastrukturziel: ‚Flächendeckendes Glasfasernetz‘, also Glasfaser bis in jedes Gebäude. Dazu müssen Breitband und Mobilfunk zwingend gemeinsam gedacht werden und nicht wie bisher getrennt im Innen- und Wirtschaftsministerium. Wir werden den Herausforderungen der bereits laufenden digitalen Transformation nur gerecht, wenn wir den politischen Gestaltungsrahmen verändern und diesen wichtigen Zukunftsbereich in die klare Zuständigkeit eines Ministeriums legen. Deshalb untermauern wir unsere Forderung nach einem Digitalisierungsministerium, das ein Kompetenzzentrum mit klarer politischer Verantwortung ist.“

Der Sprecher für Digitalisierung der FDP/DVP Fraktion, Daniel Karrais, führt aus:

„Der digitale Wandel ist das Megathema unserer Zeit. Dabei geht es um mehr als schnelles Internet mit Funk und Kabel. Für uns Freie Demokraten sind, neben dem Ausbau der digitalen Infrastruktur, die nutzenden Bürgerinnen, Bürger und Unternehmen Dreh- und Angelpunkt unserer Überlegungen. Sie müssen in die Lage versetzt werden, die digitale Infrastruktur auch passgenau nutzen zu können. Die Interaktion mit dem Staat ist oft das einzige, was die Menschen in unserem Land noch analog erledigen müssen: Zeitgemäße Online-Angebote und digitale Arbeitsweisen bei der öffentlichen Hand fehlen weitestgehend. Darum brauchen wir eine Digitalisierungsoffensive, um unser Ländle smart und damit zukunftsfähiger zu machen. Nur wenn auch der Staat die Zeichen der Zeit erkennt, können wir Baden-Württemberg international wettbewerbsfähig halten.

Das bedeutet für uns, dass neben dem Ausbau von Internet und Mobilfunk auch Investitionen in Aus-, Fort- und Weiterbildung sowie in die technische Ausstattung, beispielsweise in Schulen, Verwaltungen oder der Polizei, getätigt werden müssen. Wir wollen den Bürgerinnen, Bürgern und Unternehmen durch die Weiterentwicklung von eGovernment-Angeboten einen echten Mehrwert und Zeitersparnis bieten. Kommunalverwaltungen kleinerer Kommunen sollen außerdem Unterstützung bei der Beschaffung eines eigenen Glasfaseranschlusses bekommen sowie bei der Beratung zum Ausbau der digitalen Infrastruktur unterstützt werden. Arbeitsplätze in Behörden sollen mit mobilen Arbeitsplätzen ausgestattet werden, sodass ein Einsatz per Telearbeit grundsätzlich möglich ist. Kommunen wollen wir bei der Ausstattung ihrer Mitarbeiter mit mobiler IT unterstützen. Durch die neue Mobilität können innovative Ideen zur Zusammenarbeit in der Behörde entstehen, Arbeitswege können reduziert werden. Dazu braucht es auf allen Ebenen einen Bewusstseinswandel, den wir Freie Demokraten fordern und fördern wollen.“

27. August 2020/von Wibke Steinhilber
Aktuelles, Pressemitteilungen

Felgen made in Germany: FDP-Landtagsabgeordneter zu Besuch bei BBS

Der FDP-Landtagsabgeordnete Daniel Karrais besuchte das Schiltacher Unternehmen BBS. CEO Jürgen Klingelmeyer begrüßte den Rottweiler Abgeordneten bei dem renommierten Felgenhersteller.

Bereits seit 50 Jahren stehe die Marke BBS für die höchsten Qualitätsstandards, geballtes Räder Know-How und Premium Felgen made in Germany, so Klingelmeyer. An den zwei Standorten Schiltach und Herbolzheim werden insgesamt circa 500 Mitarbeiter und 17 Auszubildende beschäftigt. Während in Schiltach die Hauptverwaltung sowie die Gießerei und mechanische Fertigung sitzt, befindet sich am Standort Herbolzheim die Oberflächenveredelung und das Logistikzentrum, erklärte der Geschäftsführer.

BBS war in den vergangenen Wochen bereits mehrere Male in die Schlagzeilen geraten. Zum einen auf Grund der hohen ausstehenden EEG-Umlage für Strom in Höhe von zwölf Millionen Euro. Zum anderen auf Grund der Insolvenz, die BBS im Juli anmelden musste. Beides sind Gründe für den Rottweiler Wahlkreisabgeordneten und energiepolitischen Sprecher Karrais, der Firma einen Besuch abzustatten. Die EEG-Umlage dient der Finanzierung des Ausbaus erneuerbarer Energien und ist von jedem Verbraucher zu bezahlen. Um die Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten können Unternehmen mit besonders energieintensiver Produktion, wie BBS, die EEG-Umlage deckeln lassen. „Durch die Gießerei und Wärmebehandlungsöfen ist unser Stromverbrauch immens. Wir erfüllen daher immer die Kriterien für eine Deckelung der Umlage,“ erklärt Klingelmeyer.

Kurios sei jedoch, dass für das Jahr 2014 die Deckelung nicht gegriffen habe, weshalb seitdem zwölf Millionen Euro zu viel EEG-Umlage bezahlt werden mussten, so der Unternehmenslenker. „Das zuständige Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) erkennt den Sondereffekt von 2014 nicht an, als wir als Folge einer Insolvenz in 2012 Restbestände nach Übernahme verkaufen mussten,“ sagte Klingelmeyer. Da sich die Begrenzung der EEG-Umlage an der Bruttowertschöpfung orientiere, sei dies nachteilig gewesen. „Das Verwaltungsgericht hat 2018 den Sondereffekt anerkannt und BBS die niedrigere Umlage zugesprochen. Allerdings ging das BAFA in Berufung. Seit zwei Jahren gibt es nun kein rechtskräftiges Urteil, das sagt, ob wir die zwölf Millionen bekommen oder nicht,“ ärgert sich Klingelmeyer. Bereits vor der Corona-Pandemie habe er die Mitteilung erhalten, dass es auch 2020 keinen Verhandlungstermin gebe.  „Durch die Untätigkeit des Hessischen Verwaltungsgerichtshof fehlt uns Klarheit und vor allem das Geld, das wir jetzt gebrauchen könnten,“ gibt Klingelmeyer zu bedenken. Durch die angemeldete Insolvenz stünde BBS nun zum Verkauf. Ziel des Geschäftsführers ist ein Verkauf an einen Investor, der die Standorte Schiltach und Herbolzheim erhält. „Die Marke ist beliebt, aber die Arbeitsplätze müssen hier bleiben. Wir bieten Arbeit für ungelernte Kräfte, die sonst schwer unterkommen. Das wäre schlimm für unsere Region, wenn diese wegfallen, weil der Standort verlegt wird,“ warnt der erfahrene Manager.

FDP-Landtagsabgeordneter Karrais, der Sprecher für Energiewirtschaft der FDP/DVP-Landtagsfraktion ist, zeigte sich verwundert über das Vorgehen des BAFA und des Gerichts. „Ich verstehe nicht, warum hier geblockt wird. Es muss doch möglich sein, zumindest einen Termin in Aussicht zu stellen und über einen Vergleich zu sprechen. Ein Bundesamt für Wirtschaft darf nicht zum Sargnagel eines größeren Unternehmens werden,“ so Karrais. Der Energiepolitiker halte ohnehin nicht viel von der EEG-Umlage: „Der deutsche Strompreis ist im Vergleich deutlich höher als in anderen europäischen Ländern. Es müssen andere Regeln für die Finanzierung der Erneuerbaren gefunden werden.“

Klingelmeyer sehe das ähnlich, für ihn gehe es jetzt letztendlich aber erst einmal darum gehört zu werden. „Ich habe die Verantwortung für rund 500 Beschäftigte. Würden wir endlich einen Vergleich erzielen, wäre die Insolvenz aufgrund drohender Zahlungsunfähigkeit gar kein Thema mehr, aber dafür müsste man uns endlich zu Wort kommen lassen,“ so der CEO von BBS. Karrais könne dies gut nachvollziehen und ergänzte: „BBS ist eine deutsche Traditionsmarke, die sich über viele Jahre ihre Namen aufgebaut hat, das darf nicht einfach so aufs Spiel gesetzt werden und zwar erst recht nicht vom BAFA.“

 

 

 

Formularende

 

17. August 2020/von Wibke Steinhilber
Aktuelles, Pressemitteilungen

Nachhaltigkeit, Regionalität, Wandel: FDP-Landtagsabgeordneter zu Besuch bei Edeka in Dunningen

In einem Schreiben haben sich rund 135 Edeka Märkte an die Landtagsabgeordneten in Baden-Württemberg gewandt. Anlass des Schreibens war die tägliche Arbeit mit der Mund-Nasenbedeckung, was für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei ansteigenden Temperaturen „extrem anstrengend“ sei, so die 34 erstunterzeichnenden Unternehmer. Auch Daniel Karrais, FDP-Landtagsabgeordneter aus dem Wahlkreis Rottweil, erhielt das Schreiben und nahm es zum Anlass sich mit Henry Berger, Inhaber des Edeka Marktes in Dunningen, über die aktuellen Bedingungen auszutauschen.

Berger führte Karrais durch seinen Markt und erklärte, zu welchen Problem das Tragen der Masken führe. Berger erklärte: „Es geht uns Marktbetreibern nicht darum, dass wir die Masken komplett abschaffen wollen. Ich denke wir alle haben verstanden, dass wir die Masken aktuell brauchen, besonders in Bereichen, in denen wir die Abstandsregeln zeitweise nicht einhalten können. Ohne unsere Mitarbeiter im Markt würde es nicht funktionieren, unsere Kunden täglich zu versorgen. Die Debatte richtet sich nicht gegen die Maske, sondern soll zu einem erträglichen Zwischenweg führen, um es unseren Mitarbeitern zu ermöglichen bei der hohen Belastung und steigenden Temperaturen keine weiteren langfristigen Schäden zu riskieren.“

Nichtsdestotrotz sei es an der Zeit, dass man über alternative Möglichkeiten, wie beispielsweise Face Shields, nachdenke. In anderen Bundesländern, wie zum Beispiel Hamburg oder Hessen, seien Face Shields bereits gang und gäbe. FDP-Landtagsabgeordneter Daniel Karrais pflichtete dem bei. Es sollte möglichst einheitliche Regeln geben. Karrais versprach beim Sozialministerium nachzuhaken. Man könne einen Kompromiss finden, zum Beispiel, indem im direkten Gespräch mit Kunden eine Maske zu tragen sei, sonst aber ein Face Shield ausreiche, meinte Karrais.

Inhaber Henry Berger beschäftigt in seinem Edeka in Dunningen rund 60 Arbeitnehmer. Pro Jahr werden zudem zwei bis drei Lehrlinge ausgebildet.

Bergers Credo: „Nachhaltig, regional, arbeitnehmerfreundlich.“ So achte man bei Edeka Berger immer darauf, die Ware möglichst regional zu beziehen – sei es der Apfel aus dem Bodenseeraum oder das Rindfleisch aus Schiltach. Als zweites Standbein betreibt Familie Berger einen Catering-Service, mit dem Unternehmen aus dem Kreis beliefert werden. „Von Obst über belegte Brötchen bis hin zu festen Mahlzeiten liefern wir frische Lebensmittel an die Kantinen örtlicher Unternehmen,“ erklärte Berger.

Karrais, der digitalpolitischer Sprecher der FDP/DVP-Landtagsfraktion ist, erkundigte sich zudem nach den Möglichkeiten der Digitalisierung des Marktes zum Beispiel mit digitalen Preisschildern. Berger erläuterte: „Digitale Preisschilder hätten bei der Mehrwertsteuersenkung den Vorteil gehabt, dass man die ausgewiesenen Preise sozusagen per Knopfdruck anpassen kann. Auch sonst ändern sich häufig die Preise mehrerer hundert Produkte. Nichtsdestotrotz muss das Ganze für uns aber auch wirtschaftlich sein und das ist es aktuell leider noch nicht.“ Die Amortisierungszeit dauere schlichtweg zu lange, führte der Inhaber weiter aus. „Das ist leider noch oftmals das Problem,“ so der Digitalisierungsexperte. Hier gelte es aber dringend nachzusteuern. Karrais wolle die Digitalprämie des Landes deutlich ausbauen, um es für die Unternehmen leichter zu machen.

Karrais kritisierte jedoch die befristete Mehrwertsteuersenkung generell: „Da werden Milliarden verschwendet, ohne merkliche Kaufanreize zu setzen. Die Händler bleiben auf den Kosten für Umetikettierung und Kassenumstellung sitzen.“ Berger bestätigte, dass seit der Senkung kein Umsatzanstieg zu verzeichnen sei. Allerdings sei für den Lebensmittelhandel die Lage ohnehin gut gewesen. „Als die Leute nicht in Kantinen oder Gasthäusern essen konnten, haben sie natürlich mehr bei uns gekauft,“ erklärt der Händler.

Karrais zeigte sich insgesamt sichtlich begeistert von dem Konzept des Kaufmanns: „Ich finde es toll, wenn Unternehmer die Themen Nachhaltigkeit und Regionalität so stark verfolgen und auch mit so einer Passion dahinterstehen.“ Die letzten Wochen und Monaten haben gezeigt, wie wichtig es sei, dass man auf mehr achte, als auf den Preis, nämlich auf das woher, so Karrais. Für ihn sei eines klar: „Gesundes Essen geht mit einer gesunden Umwelt und vielmehr mit gesunden Betrieben einher.“

Formularende

 

17. August 2020/von Wibke Steinhilber
Aktuelles, Pressemitteilungen

Karrais: 30.000 Solaranlagen droht das Aus, wenn Betreiber keine Perspektive ohne bürokratische Zwänge bekommen

Das Potenzial der Solarenergie im Land darf nicht gefährdet werden.

Nach 20 Jahren endet Ende des Jahres die Förderung für die ersten Solaranlagen nach dem Erneuerbaren-Energien-Gesetz (EEG). Betroffen sind davon rund 30.000 Anlagen im Land. Dazu sagte der energiepolitische Sprecher der FDP/DVP-Landtagsfraktion, Daniel Karrais:

„Nach 20 Jahren läuft die Förderung nach dem Erneuerbaren-Energie-Gesetz (EEG) für die ersten Solaranlagen aus. Die Betreiber brauchen nun schnell eine Perspektive ohne bürokratische Zwänge, die den Weiterbetrieb dieser Anlagen lohnenswert macht. Sonst droht rund 30.000 Anlagen im Land in den nächsten fünf Jahren das Aus. Das kann niemand wollen, der die Klimaschutzziele für 2050 ernsthaft erreichen will – gerade, weil das Solarpotenzial im Südwesten erst zu 21 Prozent ausgeschöpft ist. Bevor man, wie beim geplanten Klimaschutzgesetz, eine Pflicht für die Photovoltaik einführt, sollte man die vorhandenen Potentiale voll ausschöpfen. Bestandsanlagen stillzulegen wäre geradezu absurd. Es ist bezeichnend für die Energiepolitik der letzten Jahre, dass man offensichtlich aufkommende Probleme erst versucht zu lösen, wenn es schon zu spät ist. Ich fordere die Landesregierung daher auf, sich hier endlich nachdrücklich für die notwendigen Anpassungen auf Bundesebene einzusetzen.

Dass sich das EEG, das ursprünglich als Instrument zur Markteinführung gedacht war, zu einer teuren und planwirtschaftlichen Dauereinrichtung entwickelt hat, das kritisieren wir Freien Demokraten schon lange. Wir sind überzeugt, dass sich Ressourcen am besten sparen lassen und sich das Klima am besten schützen lässt, indem wir konsequent auf marktwirtschaftlichen Wettbewerb, Technologieoffenheit und Anreize für Innovationen setzen. Die künftige Energieversorgung muss nicht nur sicher und verlässlich, sondern auch für Wirtschaft und Verbraucher bezahlbar bleiben“.

 

 

17. August 2020/von Wibke Steinhilber
Aktuelles, Pressemitteilungen

MdL Daniel Karrais plädiert für strukturelle Verbesserungen im Sozialbereich

Liga-Vertreter beklagen zunehmende Ökonomisierung

Zu einem informellen Austausch trafen sich jetzt die Vertreter der Liga der freien Wohlfahrtspflege im Landkreis Rottweil mit dem Landtagsabgeordneten Daniel Karrais (FDP). Die Liga ist als Zusammenschluss der Spitzenverbände der freien Wohlfahrt (AWO, DRK, Caritas, Diakonie, Paritätischer) auf Bundes-, Landes- und Kreisebene aktiv und setzt sich auch auf politischer Ebene für soziale Belange ein.

Die Liga-Vertreter waren sich einig, dass die sozialen Einrichtungen im Landkreis Rottweil die Corona-Krise mit viel Kreativität und Engagement gemeistert hätten. Allerdings müssten die dadurch entstandenen zusätzlichen Kosten auch bei Kostenverhandlungen mit den Behörden berücksichtigt werden. In der Arbeit mit alten und behinderten Menschen dürfe nicht nur Quantität zählen, vielmehr müssten bessere Rahmenbedingungen geschaffen und die Qualität der Arbeit wieder in den Fokus gerückt werden. Einhellig wurde die zunehmende Ökonomisierung der sozialen Arbeit beklagt. Die Liga-Vertreter appellierten an die Landespolitik, bei Ausgaben im Sozialbereich auch den „Social return on investment“ zu berücksichtigen. Voreilige Einsparungen etwa im Bereich der beruflichen Bildung hätten später strukturelle Probleme auf dem Arbeitsmarkt zur Folge. Jeder eingesparte Euro könne später ein Vielfaches an Kosten auslösen.

Tamer Öteles, derzeitiger Vorsitzender der Liga im Kreis Rottweil und Kreisvorsitzender des Paritätischen, betonte den großen Rückhalt, den er als Vorstand der Stiftung Lernen-Fördern-Arbeiten durch die meisten Kostenträger erfahren habe, kritisierte allerdings auch, dass es bei den Schulen kein einheitliches Verfahren im Umgang mit der Pandemie gegeben habe, um die Schüler*innen zu erreichen, und die außerschulischen Partner nicht systematisch eingebunden werden konnten. Dadurch seien manche Kinder aus der Spur geraten. Dies gefährde letztlich die Perspektiven junger Menschen.

Anja Klingelhöfer, Leiterin der bwlv-Fachstelle Sucht und ebenfalls Vertreterin des Paritätischen, bedauerte den finanziellen Verlust durch den Wegfall von Angeboten in Betrieben durch die Corona-Krise. Das Kerngeschäft der Drogenberatung habe man durch viel aufsuchende Arbeit aufrechterhalten können. Für Menschen mit Affinität zur Sucht stelle die Corona-Krise aufgrund des Wegfalls von Tagesstrukturen eine große Herausforderung dar, der Konsum von Drogen habe in dieser Zeit zugenommen.

Manuela Mayer, Regionalleiterin der Caritas Schwarzwald-Alb-Donau, betonte, dass der Sozialbereich viele unterschiedliche Felder habe, von denen einige, wie etwa die Wohnungslosenhilfe, während der Krise leider aus dem Blickfeld geraten seien. Auch der Tafelladen der Caritas, der mit der Unterstützung junger ehrenamtlicher Kräfte auch während der Kreise geöffnet war, sei systemrelevant.

Christine Trein, Regionalleiterin der BruderhausDiakonie, lobte ihre Mitarbeiterinnen, die selbst durch die Corona-Krise belastet waren, für ihren großartigen Einsatz. Man habe in dieser Zeit mehr geleistet als finanziert worden sei. Die Gesellschaft sei weiterhin massiv gefordert und müsse aus der Krise lernen, zumal im Hinblick auf eine mögliche „zweite Welle“.

AWO-Geschäftsführer Peter Hirsch forderte von der Politik strukturelle Nachbesserungen in der Sozialgesetzgebung. Gerade der Pflegebereich sei mit gesetzlichen Vorgaben und ein einer überbordenden Bürokratie überzogen worden; der Pflegepersonalschlüssel sei zu gering. Die Krise habe deutlich gemacht, woran das System kranke und die Landespolitik müsse die durch die Pandemie aufgezeigten Schwächen aufarbeiten und neue Akzente setzen. Hirsch beklagte auch die hohen Eigenanteile der Pflegeheimbewohner und sprach sich für eine Bürgerversicherung aus. Das sei auch eine Frage der Gerechtigkeit. Mayer fügte an, dass die Bereitschaft, für gute Leistung zu zahlen, grundsätzlich gegeben sei, aber es müsse gerecht zugehen. Insgesamt müssten Wirtschaft und Soziales stärker verknüpft werden, zumal die sozialen Einrichtungen sehr flexibel auf die Pandemie reagiert hätten und den in der Wirtschaft tätigen Menschen die Weiterarbeit überhaupt erst ermöglicht hätten.

Karrais bedankte sich für die anregenden und teils kritischen Beiträge. Auch als nicht auf Sozialpolitik spezialisierter Abgeordneter sei es ihm wichtig, sich in diesem Bereich auf dem Laufenden zu halten. In vielen Punkten gab er den Liga-Vertretern recht. Die Arbeit an Menschen müsse wieder mehr in den Mittelpunkt gerückt werden. Gerade die Belastungen der Pflegekasse seien zu hoch, daher plädiere er für eine Abschaffung der Deckelung der Sozialbeiträge. Wer mehr verdiene, dürfe nicht prozentual weniger in die Sozialkassen einzahlen. Diese Haltung vertrete er auch innerparteilich. Auch was die zunehmende Ökonomisierung und die notwendigen strukturellen Verbesserungen in der Sozialarbeit angeht, gab er den Liga-Vertretern grundsätzlich recht; allerdings betonte er, dass die Wirtschaft nach wie vor die wichtigste Grundlage sei. Er hoffe, dass die Gesellschaft aus der Pandemie gelernt habe und es möglich sein werde, in den Bereichen Bildung, Soziales und Gesundheit nachhaltige Fortschritte zu erzielen.

Auf dem Foto sind neben Herrn Karrais von links abgebildet: Peter Hirsch (AWO), Tamer Öteles (PARITÄTISCHER, Vorsitzender der Liga), Anja Klingelhöfer (PARITÄTISCHER), Christine Trein (Diakonie), Manuela Mayer (Caritas) und Sabrina Haller (Diakonie).

 

 

6. August 2020/von Wibke Steinhilber
Aktuelles, Pressemitteilungen

Karrais: Digitalisierung der Schulen muss endlich großgeschrieben werden

Die Digitalisierung des Bildungswesens ist ein politisches Anliegen von hoher Aktualität. So auch für die FDP/DVP-Fraktion im Landtag, die sich in einer Anfrage jüngst erkundigte, wie sich der Stand der Digitalisierung an den Schulen entwickle. Der Rottweiler Landtagsabgeordnete Daniel Karrais, der für die FDP in der Digitalpolitik spricht, zeigt sich enttäuscht von den Antworten der Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU). „Das Kultusministerium kündigt in Wohlfeilen Worten an, sich für die Digitalisierung der Schulen einzusetzen. Wenn man genau nachsieht, geschieht dann aber nur wenig. Dabei haben wir einen enormen Nachholbedarf,“ kritisierte Karrais.

Auf die Frage im FDP-Antrag nach der Ausstattung von Lehrkräften mit digitalen Endgeräten antwortete die Kultusministerin, dass dies aus dem Sofortausstattungsprogramm ‚im Einzelfall‘ möglich sei, wenn eine Lehrkraft nicht im Präsenzunterricht eingesetzt werden könne und über kein anderweitiges mobiles Endgerät verfüge. Eine von der FDP vorgeschlagene Öffnung des Digitalpakts für ein schnelleres Abrufen der Mittel wird seitens des Ministeriums wegen des Sofortausstattungsprogramms vom Kultusministerium als nicht notwendig gesehen.

Zuvor hatten Karrais und andere aus der FDP-Fraktion im Landtag einen Digitalpakt 2.0 gefordert, um zu einer umfassenden und dauerhaften Finanzierung des digitalen Lernens und Unterrichtens zu kommen. Danach gefragt verwies Ministerin Eisenmann lediglich darauf, dass der aktuelle Digitalpakt noch bis 2024 laufe und man ‚zu gegebener Zeit‘ über eine Fortsetzung beraten werde.

„Es ist doch deutlich geworden wie hoch der Bedarf an digitaler Ausstattung der Schulen ist. Wer nach 2024 für den Unterhalt der mit dem ersten Digitalpakt beschafften Soft- und Hardware aufkommt, ist noch nicht geklärt. Es wäre jetzt an der Zeit mit einem Digitalpakt 2.0 diese Frage zu beantworten und mit weiteren Investitionen den Fortschritt zu beschleunigen,“ forderte Karrais. Bei allen Sparzwängen, die kommen werden, dürfe nicht bei der Bildung gespart werden, ist der Rottweiler Abgeordnete überzeugt.

Auch der Erstellung einer Positivliste mit geeigneter, datenschutz- und datensicherheitskonformer Hard- und Software für die Schulen erteilte das Kultusministerium mit Verweis auf die dynamische Marktentwicklung und die dynamischen Updatestrategien der Hersteller zumindest ‚derzeit‘ eine Absage. Eine solche Liste solle nach Vorstellungen der FDP-Fraktion dazu dienen, den Schulen aufzuzeigen, welche IT sie nutzen könne, um nicht die Privatsphäre der Schüler in Gefahr zu bringen.

„Es geht einfach nicht, dass wir eine ganze Schülergeneration um die Chancen durch die Digitalisierung bringen. Wir brauchen jetzt eine sachgerechte Ausstattung der Schulen mit Hard- und Software, um die Schulen zukunftsfest zu machen,“ so der Digitalisierungsexperte. „Wenn man mitbekommt, dass Lehrer teils mit privaten Mailadressen kommunizieren mussten, Schüler keinen Zugang zu Aufgaben hatten und Lehrer diese nicht ordentlich verbreiten konnten, krankt das System gewaltig.“ Die Schüler hätten nicht weniger als eine erstklassige Bildung verdient, die der modernen Entwicklung der Digitalisierung folgt und beste Voraussetzungen für einen reibungslosen Einstieg in die Berufswelt biete, erklärte Karrais abschließend.

 

29. Juli 2020/von Wibke Steinhilber
Aktuelles, Pressemitteilungen

Flashmob als Nachhilfe für Ersthelfer

https://www.schwarzwaelder-bote.de/inhalt.rottweil-flashmob-als-nachhilfe-fuer-ersthelfer.f8b56911-5928-429b-96fa-f5154a4fae82.html

Rottweil – Wie leistet man in Zeiten von Corona eigentlich richtig Erste Hilfe, wenn man doch Mund und Nase bedeckt halten soll? Der DRK-Ortsverein Rottweil zeigte dies in einer großen Aktion den Bürgern beim Einkaufszentrum Kaufland an der Saline.

Eine Herz-Lungen-Wiederbelebung nach einem Unfall oder bei einem Kollaps wie einer Herzattacke muss sein. Aber wie macht man es richtig? In Zeiten von Corona ist auch hier vieles anders als zuvor.

Zunächst gilt es, der hilflosen Person durch Ansprechen, Berühren oder durch Beobachten zur Seite zu stehen und vor allem zunächst den Notruf 112 abzusetzen. Laut Information des DRK ist die früher gebräuchliche stabile Seitenlage durch eine vereinfachte Seitenlage ersetzt worden.

Keine Mund-Nasen-Beatmung mehr

Durch die Covid-19-Situation stellt sich vor allem die Mund-zu-Nase-Beatmung heute anders dar: damit es nicht zu einem Austausch von Aerosolen und einer möglichen Infizierung kommen kann, soll diese Mund-zu-Nase-Beatmung nicht mehr durchgeführt sowie Mund und Nase des Patienten stattdessen mit einem Tuch oder Kleidungsstück abgedeckt werden.

Wesentlich ist nach wie vor das pulsierende Drücken mit beiden Armen auf den Brustkorb, die Thorax-Kompression für die Wiederbelebung, die von den Helfern des DRK anschaulich, ausdauernd und immer wieder gezeigt wurde. Zudem kommt, soweit möglich und vorhanden oder in Reichweite, die Verwendung eines automatischen externen Defibrillators zum Einsatz.

Diese neuen Informationen über die Herz-Lungen-Wiederbelebung präsentierten die Mitglieder des DRK am vergangenen Samstag am späten Vormittag zeitgleich an verschiedenen Standorten nicht nur bei Kaufland in Rottweil, sondern auch beim Edeka in Dornhan und in Sulz, bei Rewe und Real in Oberndorf sowie in Aichhalden an verschiedenen Standorten.

Nur wenige trauten sich näher heran

Damit versuchte der DRK die einkaufende Bevölkerung anzusprechen und zu sensibilisieren. Möglichst viele Menschen sollten aufmerksam gemacht werden und zuschauen können, wie von den DRK-Helfern die Wiederbelebungsmaßnahmen ausgeführt werden.

Zumindest in Rottweil verfolgten zahlreiche Passanten die Vorführungen des DRK, trauten sich aber oft genug nicht näher heran oder suchten gar das Gespräch mit den DRK-Helfern. Das klappte besser, wenn die Mitglieder des DRK auf die Leute zugingen und diese regelrecht „abholten“ für ein Gespräch. Viele beäugten lieber neugierig, aber aus sicherer Distanz die Vorführungen.

Corona-Infektion würde Rettungsdienst lahmlegen

„Für uns ist es die erste größere Aktion in der Öffentlichkeit seit Beginn der Corona-Situation“, sagte Vorsitzender Manfred Lenz (DRK-Ortsvereins Rottweil). „Wir müssen aber weiterhin sehr vorsichtig sein. Denn wenn wir uns infizieren, ist der Rettungsdienst lahmgelegt.“ Dies gilt es, auf alle Fälle zu verhindern.

Selbst die wichtigen Blutspendetermine konnten nur mit minimiertem Personalaufwand über die Bühne gebracht werden, um auch hier das Ansteckungsrisiko so gering wie möglich zu halten.

Und doch sind die Mitglieder des DRK froh, wenn sich nach und nach die allgemeine Situation ein Stück in Richtung Normalität entwickelt und wieder mehr und mehr Kontakt zur Bevölkerung wiederhergestellt werden kann. Denn gerade in der angespannten derzeitigen Situation sind neue Informationen im richtigen Umgang bei Hilfsdiensten eminent wichtig.

27. Juli 2020/von Wibke Steinhilber
Aktuelles, Pressemitteilungen

FDP schickt Karrais und Rinker ins Rennen zur Landtagswahl

https://www.schwarzwaelder-bote.de/inhalt.rottweil-gestaerkt-ins-rennen.d0a734fe-b92f-4d39-a534-76ab40424603.html

Mit einem einstimmigen Ergebnis hat die FDP im Kreis Rottweil den bisherigen Landtagsabgeordneten und Kreisvorsitzenden Daniel Karrais als Kandidat für die Landtagswahl 2021 gewählt. Die FDP-Mitglieder gaben dem Rottweiler Abgeordneten damit starken Rückenwind für die nächsten fünf Jahre als Volksvertreter in Stuttgart.

Zuvor hatte Karrais seine Arbeit in seiner bisher ein Jahr und acht Monate währenden Amtszeit vorgestellt. Der Maschinenbauingenieur war im November 2018 für Gerhard Aden nachgerückt, der aus gesundheitlichen Gründen zurücktreten musste. In über 130 Terminen, die auf seine Initiative hin entstanden seien, habe sich Karrais ein umfassendes Bild vom Kreis Rottweil gemacht. Zu etwa nochmal so vielen Terminen sei er eingeladen worden und war vor Ort. „In einer repräsentativen Demokratie ist der Austausch mit den Leuten im Wahlkreis das wichtigste. Es treibt mich von Tag zu Tag an, die Wünsche an die Politik aufzunehmen und in Stuttgart in die Diskussion zu bringen,“ erklärt Karrais seine Motivation für die Präsenz im Wahlkreis.

Der FDP-Politiker, der in Epfendorf aufgewachsen und in Oberndorf zur Schule gegangen sei sowie familiäre Wurzeln in Rottweil habe, sehe sich als Kind des Kreises Rottweil. Inhaltlich will sich Karrais für die Stärkung des Tourismus im Kreis einsetzen. „Wir haben viel Potential, das ungenutzt da liegt. Darum will ich die Vielseitigkeit unserer Region zusammenbringen und mich in Stuttgart für eine Förderung des Tourismus einsetzen,“ erklärt Karrais den rund 30 Zuhörern. Ziel sei es durch mehr Touristen Einzelhandel und Gastronomie zu stärken und so die Lebensqualität für die Bewohner hoch zu halten.

Mit Blick auf die Herausforderungen für die vor allem vom Automobil geprägte Wirtschaft im Kreis schwebt Karrais eine Transformation hin zur Wasserstofftechnologie vor. „Ich habe die Vision neben dem Weltzentrum Medizintechnik ein Weltzentrum Wasserstoff in der Region zu haben. Selbst, wenn wir nur die Hälfte von diesem Ziel erreichen, haben der Kreis und die Region viel gewonnen,“ ist Karrais überzeugt. Darum rede er nicht nur über dieses Zukunftsthema, sondern verwende viel Zeit darauf die Unternehmen und Kommunen im Kreis zu motivieren mit zu machen. In Stuttgart sei er als Energiepolitiker zudem dran die Weichenstellungen in diese Richtung zu lenken.

Als Digitalpolitiker will Karrais die digitale Infrastruktur, Bildung und Verwaltung auf „die Höhe der Zeit bringen“. Mit einem eigenständigen Digitalministerium wolle er eine Digitaloffensive starten. „Für alle drei Ministerien, die die Digitalisierung umsetzen sollen, ist seit fünf Jahren die CDU verantwortlich und hat bewiesen, dass sie es einfach nicht kann,“ kritisiert der FDP-Mann die Landesregierung. Es gehe ihm darum den Anschluss an den Rest der Welt wieder zu gewinnen, denn diesen habe man schon verloren.

Ersatzkandidat ist der Oberndorfer Polizeioberkommissar Dieter Rinker. Der Freie Wähler ist in seiner Heimatstadt Fraktionsvorsitzender der FWV und erster Bürgermeisterstellvertreter. Rinker ist kein FDP-Mitglied, will aber die FDP durch seine Kandidatur stützen. „Wir müssen die verschiedenen politischen Ebenen vernetzt denken und auf Landesebene ist die FDP die Partei meiner Wahl,“ begründete Rinker. Inhaltlich setzte der erfahrene Kommunalpolitiker Schwerpunkte auf die innere Sicherheit und die Bildungspolitik.

Bei der Landtagswahl am 14. März entscheidet das Stimmenergebnis im Wahlkreis über den Einzug in den Landtag, da es keine Landesliste gibt. „Wer also Karrais will, muss Karrais wählen,“ schloss der frühere Bundestagsabgeordnete und Staatssekretär Ernst Burgbacher, der die Versammlung leitete.

 

 

 

27. Juli 2020/von Wibke Steinhilber
Aktuelles, Pressemitteilungen

Karrais: Gigabit muss der Standard sein

Digitale Infrastruktur ist die Grundlage aller digitalen Bestrebungen und Entwicklungen

Zur Mitteilung des Landkreistags, welche kritisiert, dass es eine Einigung der Bundesregierung mit der EU-Kommission gäbe, wonach bis 2023 die Aufgreifschwelle auf 100 Mbit/s festgelegt wird, sagt der Sprecher für Digitalisierung der FDP/DVP-Fraktion Daniel Karrais:

„„Gerade der Lockdown während der Corona-Pandemie hat sehr eindrücklich gezeigt, wie wichtig eine gute digitale Infrastruktur für alle Bereiche des Lebens ist. In Zeiten von Home-Schooling, Home-Office oder digitalen Behördengängen ist eine schnelle Internetverbindung unerlässlich. Schnell bedeutet für uns Gigabit. Ziel muss der flächendeckende Glasfaserausbau sein. In diesem Zusammenhang hätten wir uns eine Anhebung der Aufgreifschwelle auf mindestens 250 Mbit/s gewünscht. Die getroffene Einigung ermöglicht leider nur einen Lückenschluss, der Gebiete, die bisher noch nicht mit Vectoring versorgt sind. Faktisch wird also die Anhebung der Aufgreifschwelle nur dazu führen, dass es mehr Vectoring gibt, aber der angestrebte Glasfaserausbau weiter verzögert wird. Eine Anhebung der Aufgreifschwelle ist aber zumindest ein Schritt in die richtige Richtung – auch wenn der Weg zu einer flächendeckenden Gigabit-Versorgung noch weit ist. Wir fordern von Innenminister Strobl, dass er sich weiter auf europäischer Ebene dafür einsetzt, dass endlich der echte Glasfaserausbau in Baden-Württemberg begonnen werden kann und dieser auch so gefördert werden kann, dass er stattfindet.“

 

24. Juli 2020/von Wibke Steinhilber
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