Machen, dass der Arzt kommt
Die medizinische Versorgung im ländlichen Raum wird immer schlechter. Dies ist leider auch im Kreis Rottweil zu spüren. So haben die Notfallpraxen in Oberndorf und Wolfach bereits geschlossen. Und für viele Menschen in unserer Region bedeutet das statt zehn Minuten Fahrt ab sofort über eine Stunde bis zum nächsten Arzt. Wenn die Menschen dann trotzdem ins nächste Krankenhaus fahren, werden die Notaufnahmen dort überlastet sein. Das ist für mich nicht akzeptabel.
Denn gerade im ländlichen Raum entscheidet eine verlässliche medizinische Versorgung darüber, ob unsere Gemeinden lebendig bleiben und Familien hier eine Zukunft sehen. Mein Ziel ist es, dass Ärztinnen und Ärzte sich gerne im Kreis Rottweil niederlassen. Ich bin überzeugt, wer bereit ist Verantwortung für die medizinische Versorgung vor Ort zu übernehmen, darf nicht an Formularen, Genehmigungen und finanziellen Risiken scheitern. Daher setze ich mich für weniger Bürokratie, echte finanzielle Anreize bei Praxisgründung und -übernahme sowie flexiblere Arbeitsmodelle, die Familie und Beruf vereinbar machen, für die Sicherung der ärztlichen Versorgung im Kreis Rottweil ein.
Um die medizinische Versorgung im Kreis zu verbessern und verlässlich zu gestalten, habe ich im Kreistag die Gründung eines medizinischen Versorgungszentrums (MVZ) erreicht. Eine Gründung soll noch in diesem Jahr erfolgen. Dort werden Ärztinnen und Ärzte verschiedener Fachrichtungen unter einem Dach angestellt. So passt man sich den veränderten Wünschen der Ärztinnen und Ärzte an. Das macht Rottweil attraktiver und der Ärztemangel kann behoben werden. Andere Regionen wie Calw zeigen, dass dieses System funktioniert.
Gleichzeitig setze ich mich für die konsequente Nutzung digitaler Möglichkeiten ein, um die medizinische Versorgung zu verbessern. Telemedizin, digitale Sprechstunden und eine bessere Vernetzung zwischen Hausärzten, Fachärzten, Kliniken und Pflegeeinrichtungen können Wege verkürzen und Abläufe beschleunigen. Digitalisierung ist für mich kein Selbstzweck, sondern ein Werkzeug, um Versorgung sicherzustellen, wo Entfernungen groß und Ressourcen knapp sind. Denn mir ist wichtig, dass medizinische Versorgung nicht von der Postleitzahl abhängt. Wer im Kreis Rottweil lebt, hat denselben Anspruch auf gute, erreichbare Gesundheitsversorgung wie Bewohnerinnen und Bewohner in der Großstadt. Dafür werde ich mich auch künftig im Landtag einsetzen.
Deshalb bitte ich Sie am 8. März um Ihr Vertrauen und Ihre beiden Stimmen. Damit ich mich auch künftig mit voller Kraft dafür einsetzen kann, dass es im Kreis Rottweil nicht beim Mangel bleibt, sondern wir handeln. Machen, dass der Arzt kommt.


