Heimatliebe-Tour: Karrais zu Gast in Beffendorf

Im Rahmen seiner Heimatliebe-Tour war der FDP-Politiker in Beffendorf zu Gast. Neben Ortsvorsteher Roland Lauble hatten sich auch zwölf weitere Gesprächspartner eingefunden. Mit den Ortschaftsräten und Vereinsvertretern entwickelte sich eine lebhafte Diskussion. Lauble stellte zu Beginn den Oberndorfer Stadtteil vor. Über den Jugendclub und der Freiwilligen Feuerwehr mit dem Kommandanten Tobias Benz schüttete er viel Lob für die engagierte Eigenleistung bei Renovierungen aus. „Eine lebendige Ortskultur mit vielen Vereinen ist ein Markenkern von Beffendorf“, sagte Lauble. Dies zeige sich auch an der Mehrzweckhalle, an deren Fassade alle Vereinswappen des Dorfs angebracht sind.

Ausführlich kam das Thema Windkraft zur Sprache. Ortschaftsrat Thomas Jochem sieht die Gefahr, dass die Gemeinde bald „von Windrädern umzingelt ist“. Er kritisiert, dass der Ausbau sehr stark vorangetrieben wird, ohne dass der nötige Netzausbau und der Aufbau von Speicherkapazitäten erfolgt.

Karrais stimmte zu: „Der Netzausbau und die Speicher sind wichtig und müssen massiv vorangetrieben werden.“ Der Vorsitzende des Ausschusses für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft moniert das bei der Regionalplanung die Netztopographie nicht beachtet werde. Dazu habe die FDP kürzlich einen konstruktiven Antrag im Landtag eingereicht.

Ein wichtiges Anliegen war den anwesenden Kommunalpolitikern auch, einen Radweg zwischen Beffendorf und Bösingen zu bauen. Karrais versprach, sich beim Verkehrsministerium über Fördermöglichkeiten zu erkundigen. Sinnvoll wäre dann auch, den Radweg zumindest bis Hochmössingen und Marschalkenzimmern zu verlängern, um eine durchgehende nördliche Verbindung in die Kreisstadt zu haben.

 

Zuletzt ließ sich Karrais über das Vorhaben „Kreisverkehr in der Ortsmitte“ informieren. Die Kreuzung, die in der Dorfmitte sowohl eine Nord-Südverbindung, als auch eine Ost-Westverbindung darstellt sei ziemlich unübersichtlich, wie Lauble vorstellt. Hier würde ein Kreisverkehr den Sicherheitsaspekt deutlich verbessern. „Die Stadt Oberndorf hat dazu bereits vor etlichen Jahren Pläne erstellt, die jedoch nie umgesetzt wurden“, bedauert der Ortsvorsteher. Verkehrsprojekte an Landesstraßen seien förderfähig vom Land. „Die Entscheidung muss aber die Stadt treffen, ob man das nochmal versucht“, stellt Karrais klar.

Auch der oft hohe bürokratische Aufwand für Vereine wurde kritisiert. Der Rottweiler Kommunal- und Landespolitiker fordert deshalb eine Entlastung für die Ehrenamtlichen von Auflagen und Pflichten. „Das ist aber ein ziemlich dickes Brett“, gibt Karrais zu. Die Entlastung gehe von der GEMA über Hygieneauflagen bis hin zu Sicherheitskonzepten. „Insgesamt brauchen wir mehr Entscheidungen vor Ort und müssen den Leuten wieder mehr Vertrauen, dass sie anständig mit ihrer Verantwortung umgehen“, sagt Karrais. Über diesen Mentalitätswechsel müsse man mehr reden, damit dieser auch bei den jeweiligen Stellen ankomme. 

Zum Schluss begaben sich Teilnehmer zum Beffendorfer Feierabend-Treff, der von allen Vereinen Beffendorfs getragen und organisiert wird.

Info: Im Rahmen der Heimatliebe-Tour besucht Daniel Karrais die Ortschaften und Gemeinden im Kreis Rottweil, um direkt mit den Menschen vor Ort über ihre Anliegen zu sprechen. „Ohne große Reden, dafür mit offenen Ohren: Was läuft gut, was nicht? Mein Ziel: zuhören, verstehen, anpacken“, erklärt der Abgeordnete. Die Termine werden gegebenenfalls vorab in den Gemeinden, in den lokalen Medien und in den Sozialen Medien angekündigt.

 

Bildunterschrift: Der FDP-Politiker Daniel Karrais in der Dorfmitte, wo Ortschaftsräte und Vereinsvorstände ihm die Sinnhaftigkeit eines Kreisverkehrs verdeutlichten. (Foto: Rack)