Erneute Verschiebung der Inbetriebnahme von S21 ist Chance für die Gäubahn
Der Rottweiler FDP-Landtagsabgeordnete Daniel Karrais äußert sich zu Medienberichten, denen zu Folge die im Dezember 2026 geplante Eröffnung des neuen Tiefbahnhofs „Stuttgart 21“ verschoben werden soll. „Erneut verzögert sich die Inbetriebnahme von Stuttgart 21. Damit kann die Kappung der Gäubahn in Stuttgart-Vaihingen ebenfalls verschoben werden. Solange der Hauptbahnhof oben in Betrieb ist, muss auch die Gäubahn zum Hauptbahnhof fahren“, erklärt der Landespolitiker. Karrais wolle das Thema erneut auf die Tagesordnung des Landtags setzen, damit das Verkehrsministerium dem Parlament über den aktuellen Stand berichtet. „So ärgerlich die Verschiebung der Inbetriebnahme für den gesamten Schienenverkehr ist. Es ist für die Gäubahn die Chance auf eine Verkürzung der drohenden Unterbrechung. Trotzdem muss der Druck hoch gehalten werden, dass der Pfaffensteigtunnel, der die zukünftige Anbindung an den Tiefbahnhof gewährleisten soll, gebaut wird. Es wäre nicht das erste Mal, dass die Bahn ein Versprechen nicht einhält, obwohl das Geld da ist. Umso wichtiger ist es, geschlossen für den Tunnelbau zu werben“, warnt Karrais.
Hintergrund: Die Kappung der Gäubahn in Stuttgart-Vaihingen ist derzeit für das Frühjahr 2027 geplant. Da es derzeit keine Anbindung der Gäubahnstrecke an die Gleise des neuen Tiefbahnhofs gibt, müssten Fahrgäste in Vaihingen auf die S-Bahn umsteigen um zum Hauptbahnhof zu gelangen. Als Anbindung an den Tiefbahnhof ist der Pfaffensteigtunnel geplant, der Böblingen mit dem Stuttgarter Flughafenbahnhof verbinden soll, von wo die Züge zum Tiefbahnhof in Stuttgart fahren können. Der Bau des Tunnels ist mit Begleitmaßnahmen auf 1,69 Mrd. Euro veranschlagt. Der Haushaltsausschuss des Bundestags hat die Mittel für den kommenden Haushalt bereits bewilligt.


