Der FDP-Landtagsabgeordnete Daniel Karrais hat sich kürzlich mit Roland Haag, dem Präsidenten der Vereinigung Schwäbisch-Alemannischer Narrenzünfte (VSAN), zu einem Gespräch über die Herausforderungen der Narrenvereine getroffen. Aufgrund der Berichterstattung hat das Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg auf die Forderung von Karrais nach einem „verständlichen Leitfaden“ reagiert und sich bei der Redaktion des Schwarzwälder Boten gemeldet, dass ein solcher Leitfaden bereits existiere. Darauf reagiert der FDP-Landtagsabgeordnete Karrais wie folgt:

 

„Der Wegweiser des Verkehrsministeriums ist mir bekannt. Er ist nach mehrjährigen ergebnislosen Treffen des „Runden Tisch Fastnacht“ entstanden. Erst durch nachbohren von mir und anderen im Landtag kam Bewegung in die Sache. Zunächst glaubte ich an eine tatsächliche Erleichterung für die Fasnet und ihre Veranstalter.

In der Praxis nutzt die mehrjährige Genehmigung für Umzüge jedoch nur sehr wenigen Narrenzünften. Entweder sind die Umzüge mit mehr als 500 Narren und Zuschauern zu groß oder sie sind auf Landes- oder Bundesstraßen, bei der die verkehrsrechtliche Anordnung jedes Jahr aufs Neue beantragt werden muss. Verständlich ist das nicht, da eine Genehmigung in der Regel immer erfolgt und an einem Fasnetsmontag oder -dienstag in unserer Region nunmal mit Verkehrsbehinderungen zu rechnen ist. Da gibt es eigentlich nichts zu prüfen.

Mehrere Narrenzünfte im Kreis haben mir aufgezeigt, dass sie nichts von dem Wegweiser haben. Das Verkehrsministerium war sichtlich bemüht, aber der Mut zu einer wirklich pragmatischen Regelung hat gefehlt. Das Aufstellen von Schildern und die Aufsicht über eine kurzzeitige Sperrung könnte einfach die Gemeinde übernehmen. Wozu das Landratsamt oder gar das Regierungspräsidium dafür gefragt werden müssen um das abzunicken, erschließt sich mir nicht. In den Rathäusern sitzen genügend verantwortungsvolle Leute. Das sind unnötige Schleifen, die Zeit und Geld kosten und keinen einzigen Umzug sicherer oder besser machen. Darum fordere ich Mut vom Ministerium für unsere Kultur und unser Brauchtum wirksame Maßnahmen zu schaffen.

Außerdem fehlen immer noch Leitfäden für die Sicherheitskonzepte und eine Entlastung von horrender GEMA-Bürokratie und -Kosten. Die schwäbische-alemmanische Fasnet ist UNESCO Weltkulturerbe und verdient als solche mehr politische Unterstützung. „

„Das können wir nicht mehr leisten!“

Der FDP-Landtagsabgeordnete Daniel Karrais tauschte sich mit dem Geschäftsführer des Drehteileherstellers Berggötz, Sascha Berggötz, sowie den Gesellschaftern Klaus und Werner Berggötz über die Lage des mittelständischen des Familienunternehmens aus. Anlass war das 50-jährige Bestehen des Betriebs. Im Mittelpunkt standen dabei die zunehmende Bürokratisierung, Fachkräftemangel sowie Nachhaltigkeit.

„Unsere Spezialität liegt darin, kleinere bis mittlere Stückzahlen, ideal ab 3.000 Stück, von komplexen Bauteilen in kurzer Zeit liefern zu können. Damit haben wir eine Nische in Deutschland, in der wir sehr erfolgreich sind“, berichtet Berggötz stolz. Dennoch werde es auch für diese Firma schwieriger: „Wir verbringen inzwischen fast die Hälfte unserer Zeit mit Bürokratie. Vieles davon ist einfach unnötig“, schildert Geschäftsführer Sascha Berggötz die Lage. Beispielhaft nannte er die Erhebung von Statistiken, die doppelte Prüfung von Waren oder bürokratische Rückerstattungen für die Stromsteuer. Für den Dornhaner Familienbetrieb mit 25 Mitarbeitenden sei dies kaum noch zu stemmen. „Wir starten mit einem sechsstelligen Minus ins Jahr, weil wir die Bürokratiekosten erstmal reinarbeiten müssen“, bringt der Unternehmer es auf den Punkt.

Karrais, der im Landtag den Landkreis Rottweil vertritt, zeigt Verständnis: „Die Regelungswut in Deutschland hat ein Niveau erreicht, das viele kleinere Betriebe gefährdet. Wir müssen grundlegend hinterfragen, was wir eigentlich noch brauchen“. Es reiche jedoch nicht aus, ein paar vereinzelte Vorschriften zu streichen. Es brauche einen grundsätzlichen Mentalitätswechsel, weg von immer mehr Kontrolle zu mehr Vertrauen, fordert Karrais.

Auch der Fachkräftemangel beschäftigt das Unternehmen. Als kleiner Familienbetrieb lege man daher großen Wert auf das persönliche Wohl der Mitarbeitenden. Zudem habe man viele gute Mitarbeitenden aus dem Ausland, die man gezielt unterstützen wolle. „Was uns jedoch fehlt ist Hilfe bei der deutschen Sprache. Es gibt zu wenige Plätze für Deutschkurse“, zeigt sich Berggötz frustriert. Karrais, der im Landtag den Kreis Rottweil vertritt sieht das als großes Problem: „Die Hürden für Sprachkursangebote müssen gesenkt werden. Entscheidend ist doch, ob die entsprechenden Sprachlevelprüfungen geschafft werden und nicht welche Qualifikation der Lehrer hat“.

Trotz aller Herausforderungen legt das Unternehmen Wert auf nachhaltiges Handeln. So betreibt Berggötz unter anderem eine umweltfreundliche Späneanlage und hat bereits seit 2022 CO₂-Fußabdrücke des Unternehmens erstellt. „Wir machen nichts, hinter dem wir nicht stehen“, so der Geschäftsführer. Karrais lobt dieses Engagement: „Hier zeigt sich, dass Ökologie und Ökonomie keine Gegensätze sind. Wer nachhaltig wirtschaftet, denkt langfristig – und das tun viele kleinere Betriebe wie Berggötz.“ Politisch müsse man deshalb auf unnötige Berichtspflichten verzichten und mehr auf die Eigenverantwortung der Unternehmen setzen.

Zum Abschluss sicherte Karrais zu, sich weiter im Landtag für die Belange kleiner und mittlerer Betriebe im Kreis Rottweil stark zu machen.

 

Info: Die Firma Berggötz aus Dornhan ist ein familiengeführter Spezialist für Präzisionsdrehteile aus Stahl, Edelstahl und Aluminium. Das Unternehmen mit 25 Mitarbeitenden beliefert Kunden aus Branchen wie Hydraulik, Maschinenbau, Messtechnik, Luftfahrt oder Automobil. Der Betrieb feiert 2025 sein 50-jähriges Jubiläum.

Bildunterschrift: Werner Berggötz, Daniel Karrais und Sascha Berggötz (Foto: Siebers).

„Da hilft nur noch abreißen!“

Im Rahmen seiner Heimatliebe-Tour besuchte der FDP-Landtagsabgeordnete Daniel Karrais den Sulzer Teilort Dürrenmettstetten. Im Austausch mit dem Ortschaftsrat um Ortsvorsteher Siegfried Dölker informierte sich Karrais bei einem Rundgang über die Herausforderungen vor Ort. Im Zentrum stand der Leerstand von Gebäuden und die Frage, wie man mit diesem umgeht.

„In Dürrenmettstetten haben wir einige große, alte, leerstehende Gebäude. Eine Sanierung ist enorm kostspielig. Wenn man dann noch die niedrigen Mieten bedenkt, lohnt sich das für die Eigentümer schlicht nicht“, erklärt Ortsvorsteher Dölker die aktuelle Lage. Als ein aktuelles Beispiel für den Leerstand zeigte der Ortschaftsrat das alte Schulgebäude. Dieses werde im Moment als Unterbringung für Flüchtlinge genutzt. Diese seien zwar dort gemeldet, jedoch seien sie kaum vor Ort. Das führe vor Ort zu Diskussionen, ob man das Gebäude nicht anderweitig nutzen könne. Karrais zeigt Verständnis für die Situation: „Die Zahlen der Flüchtlinge und Asylbewerber gehen zurück. Da müsste es bald Spielräume geben, bestehende Unterkünfte frei zu machen“.

„Eigentlich kann man die alten Gebäude nur abreißen und auf dem Grundstück neu bauen“, sagt Ortsvorsteher Dölker. Doch selbst ein Abriss käme oft nicht infrage, da die Kosten dafür schon zu hoch seien. Karrais, der im Landtag den Kreis Rottweil vertritt, stellt klar: „Wenn sich Abriss und Neubau für die Eigentümer nicht lohnen, bleiben die Gebäude leer und verfallen mit der Zeit. Das möchte ich nicht“. Der FDP-Politiker mache sich daher für eine finanzielle Unterstützung stark. Für Orte wie Dürrenmettstetten brauche es ein Förderprogramm, welches den Abriss bei einem folgenden Neubau finanziell unterstütze. „Wer Flächenverbrauch verringern und Dorfmitten nicht aussterben lassen will, muss Erneuerung im Innenort unterstützen“, ist Karrais überzeugt.

Als positives Beispiel, wie eine Umnutzung aussehen könnte, gelte der Lebenshof Siegel. In dem vormals leerstehenden Gebäude sei mit viel Zeit und Arbeit ein Betreutes Wohnen mit Tagesbetreuung entstanden. Volker Siegel, der das Projekt gemeinsam mit seiner Frau ins Leben gerufen hatte, erzählt Karrais bei dem Rundgang von der Entstehungsgeschichte. Karrais zeigt sich beeindruckt: „Das ist eine hervorragende Initiative! Sie zeigt, welches Potential in den leerstehenden Gebäuden steckt. Wenn wir die Menschen vor Ort dabei unterstützen, kann dabei ganz Tolles entstehen, was das Leben vor Ort bereichert“.

Karrais versprach sich an entsprechender Stelle für die Belange von Dürrenmettstetten einzusetzen.

 

Info: Im Rahmen der Heimatliebe-Tour besucht Daniel Karrais die Ortschaften und Gemeinden im Kreis Rottweil, um direkt mit den Menschen vor Ort über ihre Anliegen zu sprechen. „Ohne große Reden, dafür mit offenen Ohren: Was läuft gut, was nicht? Mein Ziel: zuhören, verstehen, anpacken“, erklärt der Abgeordnete. Die Termine werden gegebenenfalls vorab in den Gemeinden, in den lokalen Medien und in den Sozialen Medien angekündigt.

 

Bildunterschrift (v.l.n.r.): Daniel Karrais, Sonja Effinger, Jürgen Wößner, Siegfried Dölker, Volker Siegel, Martin Wößner, Alexander Trick, Reinhard Kießling, Johannes Huß (Foto: Siebers)

„Ein starkes Miteinander vor Ort“

Im Rahmen seiner Heimatliebe-Tour hat der FDP-Landtagsabgeordnete Daniel Karrais den Schramberger Stadtteil Tennenbronn besucht. Gemeinsam mit Ortsvorsteher Manfred Moosmann, Oberbürgermeisterin Dorothee Eisenlohr sowie Ortschaftsräten und Vertretern aus der Bürgerschaft diskutierte Karrais zentrale Anliegen vor Ort. Themen waren unter anderem der öffentliche Nahverkehr, die medizinische Versorgung sowie die Belastung des Ehrenamts.

„In Tennenbronn haben wir viele Menschen, die etwas voranbringen wollen. Dieses starke Miteinander hält hier viel am Laufen“, hebt Ortsvorsteher Moosmann hervor. Jedoch stoße man dabei immer wieder auf große Hürden. Als Beispiel nannten die Ortschaftsräte einen alten, leerstehenden Hof, den man gerne umnutzen würde. Der Denkmalschutz stünde einer Sanierung allerdings im Weg. „Denkmalschutz ist ein Problem, wenn er Menschen daran hindert, was Sinnvolles zu machen“, betont Oberbürgermeisterin Eisenlohr. Karrais, der im Landtag den Kreis Rottweil vertritt, berichtet, dass er dieses Problem bei seiner Heimatliebe-Tour immer wieder geschildert bekomme. „Die Auslegung der Vorschriften ist viel zu streng. Das können und müssen wir im Land ändern. Wir brauchen da mehr Pragmatismus“, fordert er.

Das Engagement vor Ort war generell ein Gesprächsthema. Mitglieder des Ortschaftsrats betonten, dass Ehrenamtliche im ländlichen Raum viel am Laufen hielten. Doch Vorschriften und überzogene Anforderungen erschwerten das Engagement. Karrais, der in Epfendorf aufgewachsen ist, fordert: „Überflüssige Vorschriften müssen weg. Sie schrecken Menschen ab, die sich engagieren wollen.“ Es brauche nicht mehr Kontrolle, sondern mehr Vertrauen in die Arbeit der Menschen vor Ort.

Ein weiteres Thema war die medizinische Versorgung. Einen Hausarzt gebe es in Tennenbronn mittlerweile nicht mehr. Angebote in Schramberg seien gerade für ältere Menschen schwer zu erreichen. „Daher organisieren wir mit einem Team von Ehrenamtlichen Autofahrten. Sie bringen ihre Mitmenschen zu ihren Arztterminen“, berichtet Moosmann. Karrais lobte dieses Vorhaben: „Das ist eine tolle Initiative und zeigt, dass hier nach den besten Lösungen für die Menschen vor Ort gesucht wird“. Jedoch müsse die Politik langfristige Lösungen erarbeiten, um die medizinische Versorgung im ländlichen Raum zu verbessern. Karrais ist überzeugt, dass es dazu strukturelle Reformen der Kassenärztlichen Vereinigung sowie ein Medizinisches Versorgungszentrum für den Kreis brauche.

Karrais kündigte an sich an entsprechender Stelle für die Anliegen von Tennenbronn einzusetzen.

Info: Im Rahmen der Heimatliebe-Tour besucht Daniel Karrais die Ortschaften und Gemeinden im Kreis Rottweil, um direkt mit den Menschen vor Ort über ihre Anliegen zu sprechen. „Ohne große Reden, dafür mit offenen Ohren: Was läuft gut, was nicht? Mein Ziel: zuhören, verstehen, anpacken“, erklärt der Abgeordnete. Die Termine werden gegebenenfalls vorab in den Gemeinden, in den lokalen Medien und in den Sozialen Medien angekündigt.

Bildunterschrift (v.l.n.r.): Manuel Götz, Thomas Wälde, Manfred Moosmann, Daniel Karrais, Dorothee Eisenlohr, Wolfgang Haberstroh, Monika Kaltenbacher, Helga Wölk, Patrick Fleig, Celine Scheiber

„Wer Kultur erhalten will, muss Vorschriften abbauen“

Der FDP-Landtagsabgeordnete Daniel Karrais hat sich mit Roland Haag, dem Präsidenten der Vereinigung Schwäbisch-Alemannischer Narrenzünfte (VSAN), zu einem Austausch über die Herausforderungen der Narrenvereine getroffen. Im Mittelpunkt des Gesprächs standen dabei die Sicherheitsauflagen für Fasnets-Veranstaltungen, bürokratische Auflagen für das Ehrenamt sowie GEMA-Gebühren.

„Es kann nicht sein, dass Ehrenamtliche die Verantwortung für alle sicherheitsrelevanten Fragen übernehmen sollen“, erklärte Haag mit Blick auf die zunehmenden Anforderungen, die an die Narrenvereine gestellt werden. Von Absperrungen im Verkehr, über dicke Sicherheitskonzepte, bis hin zu Versicherungsfragen würden viele Verantwortlichkeiten auf die Ehrenamtlichen in den Narrenvereinen abgewälzt. Die Belastung bei der Vorbereitung von Umzügen und Veranstaltungen sei inzwischen so hoch, dass sie ehrenamtlich kaum noch leistbar sei. „Wir wollen einfache, einheitliche Regeln, die für alle Veranstaltungen anwendbar sind“, so der Präsident der VSAN. Karrais, der im Landtag den Kreis Rottweil vertritt, pflichtet ihm bei: „Viele Ehrenamtliche in den Vereinen opfern ihre Freizeit dafür, dass wir uns in der Region über eine fünfte Jahreszeit freuen können. Die Fasnet ist ein zentrales Kulturgut in unserer Region. Wer das erhalten will, muss die Vorschriften für das Ehrenamt abbauen.“

Insbesondere fordert Karrais eine klare Aufgabenverteilung und schlankere Verfahren bei Sicherheits- und Verkehrsanordnungen: „Es braucht einen verständlichen Leitfaden für Vereine, Kommunen und Behörden, wer was zu tun hat“. Der FDP-Politiker sieht hier vor allem Innen- und Verkehrsministerium in der Pflicht, gemeinsam mit den Vereinen praktikable Lösungen zu erarbeiten. Zudem müsse flexibler geregelt sein, wer verkehrsrechtliche Maßnahmen treffen darf. Hier schlägt der Rottweiler Landtagsabgeordnete Änderungen im Feuerwehrgesetz und mehr Entscheidungskompetenz für die Kommunen vor.

Auch über GEMA-Gebühren für Veranstaltungen und Umzüge diskutierten die Gesprächspartner. Zwar erkenne man die Leistung der Künstler an, so Haag, doch die Abwicklung der Gebühren für die Narrenvereine sei eine Katastrophe. Karrais, der sich schon lange für eine Entlastung der Vereine, einsetzt, sieht das ähnlich: „Das Land sollte eine Pauschale mit der GEMA vereinbaren und so die Vereine entlasten. Das hilft wirksam dem Ehrenamt und bringt mehr als irgendwelche Ehrenamtskarten mit vergünstigten Eintrittsgeldern. Brauchtumsvereine sollten nicht mit denselben Maßstäben wie kommerzielle Veranstalter behandelt werden“. Wenn die Ehrenamtlichen mit komplizierten Formularen überfordert werden, leide am Ende das Angebot, sind sich Karrais und Haag einig. Beide vereinbarten im Austausch zu bleiben, um auf Landesebene Verbesserungen zu erreichen.

Info: Die Vereinigung Schwäbisch-Alemannischer Narrenzünfte (VSAN) wurde 1924 gegründet und umfasst heute rund 70 Mitgliedszünfte mit über 80.000 aktiven Mitgliedern. Sie ist der bedeutendste Dachverband der schwäbisch-alemannischen Fasnet in Südwestdeutschland. Roland Haag steht der VSAN seit 2023 als Präsident vor. Ziel der Vereinigung ist der Erhalt und die Pflege des historischen Brauchtums der Fasnet.

 

Bildunterschrift: Die Gelegenheit des Austauschs nutzten Roland Haag und Daniel Karrais für einen Kurzbesuch auf der Baustelle der Hängebrücke, die von Haag gebaut wird (Foto: Siebers)

Landtagsabgeordneter Daniel Karrais im Gespräch mit Ortschaftsrat und Vereinen

Auf seiner „Heimatliebe-Tour“ besuchte der FDP-Landtagsabgeordnete Daniel Karrais Lauffen. Empfangen wurde er von Ortsvorsteher Karl Heinz Maier, dessen Einladung Ortschaftsräte, Vereinsvorstände und engagierte Bürger gefolgt waren. Treffpunkt war ein besonderer Ort: Der Platz, an dem künftig wieder das Piratenschiff stehen soll, das in der Vergangenheit bereits vollständig zerstört wurde.

Ein eigens gegründeter Förderverein mit mittlerweile 180 Mitgliedern hat in den letzten vier Jahren 300.000 Euro gesammelt, wovon 184.000 Euro aus der Leader-Förderung der EU stammen. „Wir sind wirklich dankbar für die große Unterstützung unserer Mitbürger“, sagte Piraten-Vorstand Bernd Krause. Die Eröffnung des neuen Piraten-Spielplatzes ist für Mai 2026 geplant. Karrais zeigte sich beeindruckt vom Einsatz der Mitglieder: „Das Ehrenamt ist das Fundament unseres gesellschaftlichen Zusammenhalts. Projekte wie dieses sind gelebte Heimatpflege.“

Ein weiteres Thema war der neue Kindergarten, der rund 4,2 Millionen Euro kosten und Platz für etwa 100 Kinder bieten wird. Die Anwesenden betonten die Wichtigkeit guter Betreuungsplätze für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Hier sei die Lage in Lauffen gut, war man sich einig.

Nach der Begehung in der Gemeinde wurden im Sitzungssaal des Rathauses zahlreiche Themen diskutiert. Für Unverständnis sorgte die Ausbauabsicht von schnellem Internet durch die Deutsche Glasfaser, die jetzt davon nichts mehr wissen wolle. „Man kann die Unternehmen leider nicht verpflichten. Jetzt dürfte aber der Weg in die Förderung des Bundes offen stehen“, betonte Digitalpolitiker Karrais.

Breit diskutiert wurde die Situation der Pflege und medizinischen Versorgung. „Hat man das in Stuttgart im Blick?“, fragte Martin Zehnder einer der Teilnehmer. Zwar sei man mit jüngeren Ärzten in Lauffen recht gut aufgestellt, doch die Probleme Termine zu bekommen seien trotzdem da. „Die Gemeinde organisiert mit Ehrenamtlichen, Fahrdienste für ältere Bewohner“, berichtet Eberhard Sinner. So könne man aktiv unterstützen. Karrais stellte klar, dass es keine einfache Lösung für das Gesundheitswesen gebe. „Ohne grundlegende Reform, wird sich die Situation weiter verschlechtern. Vor Ort können wir nur mit neuen Strukturen, wie medizinischen Versorgungszentren vorbeugen“, sagte der Landespolitiker dazu.

Die hohen Hürden und Auflagen für das Bauen und Unternehmen wurden ebenfalls bemängelt. In das selbe Horn stießen die Vereinsvertreter, die unter der Bürokratielast leiden. Das Ehrenamt müsse durch Entlastung stärker gewürdigt werden. Wohlgemeinte Dinge, wie die Ehrenamtskarte seien dafür „viel zu wenig“, so Karrais. „Wir müssen den Entscheidern vor Ort wieder mehr Verantwortung geben. Nur so können pragmatische Lösungen entstehen. Ich vertraue den Leuten vor Ort, dass sie vernunftbegabt entscheiden können“, stellte der Rottweiler klar.

Karrais bedankte sich für den konstruktiven und lebhaften Austausch mit den engagierten Bürgerinnen und Bürgern. In „Piratensprache“ brachte Vorstand Bernd Krause die Stimmung des Abends auf den Punkt: „Herr Karrais, Sie sind unser Anker in Stuttgart.“ Ein Teilnehmer schrieb dem Abgeordneten ein symbolisches „Pflichtenheft“, das er nach Stuttgart mitnehmen solle.

 

 

Info: Im Rahmen der Heimatliebe-Tour besucht Daniel Karrais die Ortschaften im Kreis Rottweil, um direkt mit den Menschen vor Ort über ihre Anliegen zu sprechen. „Ohne große Reden, dafür mit offenen Ohren: Was läuft gut, was nicht? Mein Ziel: zuhören, verstehen, anpacken“, erklärt der Abgeordnete. Die genauen Termine und Treffpunkte der Heimatliebe-Tour werden vorab in den Gemeinden, in den lokalen Medien und in den Sozialen Medien angekündigt.

 

Bildunterschrift: Gerhard Kienzle, Nancy Krockenberger (Ortschaftsrätin), Lotte Kienzle, Harald Buhlinger (Ortschafts- und Gemeinderat und 2. Vorsitzender Piratenschiffverein), Eberhard Sinner (Vorsitzender der Brückenbauer, Patric Spadinger (verdeckt, Skiclub) Gerold Zepf (verdeckt, Ortschaftsrat), Daniel Karrais (Vordergrund), Katrin Spadinger (Ortschafts- und Gemeinderätin), Silke Marti (Ortschaftsrätin), Martin Zehnder (Ortschaftsra)t, Hans Lang (Skiclub), Mareike Schaumann (Skiclub), Herr Spadinger (verdekct) Siegfried Vosseler (verdeckt), Karl Heinz Maier (Ortsvorsteher), Bernd Krause (Vorsitzender Piratenschiffverein & Ortschafts- und Gemeinderat) (Foto: Gerlich)

Der Rottweiler FDP-Landtagsabgeordnete Daniel Karrais hat das Bauunternehmen Gebrüder Stumpp besucht, um sich ein Bild von der aktuellen Lage im regionalen Baugewerbe zu machen. Geschäftsführer Oliver Stumpp schilderte im Gespräch die drängendsten Herausforderungen für sein Unternehmen. Diese gingen von Fachkräftemangel über steigende Belastungen durch Auflagen bis hin zu politischen Rahmenbedingungen.

Die traditionsreiche Firma, die aktuell den Neubau des Landratsamts in Rottweil realisiert, blickt auf eine fast 90-jährige Geschichte zurück. Mit 150 Mitarbeitenden und zahlreichen Bauprojekten in der Region ist das Unternehmen einer der großen Arbeitgeber der Stadt. „Wir leben derzeit von den guten Jahren, die hinter uns liegen, aber der Wettbewerbsdruck ist aktuell extrem hoch“, so Stumpp. Insgesamt habe sich die Auftragslage stark von privaten Auftraggebern hin zur öffentlichen Hand verschoben. In den vergangenen zehn Jahren habe das Unternehmen wirtschaftlich solide gearbeitet, nun aber belaste eine Vielzahl an Faktoren das Tagesgeschäft.

„Die wirtschaftliche Lage führt dazu, dass Unternehmen wenig in Neubauten investieren. Der Wohnungsbau läuft schleppend, weil die Baukosten zu hoch sind“, berichtet Stumpp. Daniel Karrais erwiderte, dass die Rahmenbedingungen der Wirtschaft insgesamt gebessert werden müssten. „Wir überfordern die Unternehmen mit Auflagen und behindern Fortschritt und Wachstum durch übertriebene Prüfungs- und Genehmigungsverfahren. Da muss Erleichterung her, denn sonst verlieren wir zu viel Wohlstand“, sagte der Abgeordnete. Man habe beim Bürokratieabbau kein „Erkenntnisproblem“, sondern ein „Vollzugsproblem“. „Der Mut muss her, die Leute wie früher wieder vor Ort entscheiden zu lassen“, ist der Landespolitiker sicher.

Ein zentrales Problem ist der Mangel an qualifizierten Fachkräften. „Es ist schwierig, Mitarbeiter zu finden, die nicht nur über fundierte Kenntnisse im Bau verfügen, sondern auch Deutsch sprechen“, erklärte Stumpp. Auf Baustellen könne fehlende Sprachkompetenz nicht nur die Arbeitsabläufe erschweren, sondern auch die Sicherheit gefährden. Trotz laufender Ausschreibungen für Ausbildungsplätze habe sich zuletzt kaum jemand beworben. „Die Angebote für Deutschkurse müssen deutlich verbessert werden, sonst bekommen wir die Einwanderung nur schwer in ein positives Fahrwasser“, sagte Karrais dazu.

 „Klimaschutz ist wichtig, aber die aktuellen Vorschriften treffen gerade die heimische Wirtschaft hart und gefährden Arbeitsplätze“, betonte Stumpp. Auch Umweltverträglichkeitsprüfungen, wie sie derzeit vorgeschrieben sind, sorgten für zeitliche Verzögerungen und Mehrkosten. Karrais zeigte Verständnis für die Kritik und unterstrich die Notwendigkeit, ökologische Ziele mit wirtschaftlicher Machbarkeit in Einklang zu bringen. „Wir müssen Klimaschutz intelligent umsetzen, ohne Unternehmen mit übermäßiger Bürokratie und Hürden zu überlasten“, so der Abgeordnete.

Karrais versprach, die Anliegen des Unternehmens in die politische Diskussion einzubringen. „Gerade im Baugewerbe müssen wir die Rahmenbedingungen so gestalten, dass Betriebe wie die Gebrüder Stumpp auch in Zukunft erfolgreich arbeiten können.“

 

Bildunterschrift: FDP-Landtagsabgeordneter Daniel Karrais und Geschäftsführer Oliver Stumpp (Foto: Gerlich)

„Das ist nicht mehr tragbar!“

Im Rahmen seiner Heimatliebe-Tour war der FDP-Landtagsabgeordnete Daniel Karrais zu Gast in Hochmössingen. Im Austausch mit Ortsvorsteherin Sabine Jaud, Ortschaftsräten sowie Vereinsvertretern informierte er sich bei einem Rundgang über die Herausforderungen des Oberndorfer Ortsteils. Zentrale Themen waren die Belastung der Ehrenamtlichen in Vereinen und die Sanierung des Ortskerns.

„Vereine bringen Menschen zusammen, haben eine soziale und kulturelle Verantwortung für die Gemeinschaft. Doch Vorschriften, Finanzen und Haftungsfragen belasten die Ehrenamtlichen“, beschreibt Ortsvorsteherin Jaud die aktuelle Lage. Auch die Vereinsvertreter machen deutlich, dass die Belastungen für viele Vorstände nicht mehr tragbar seien. Karrais, der im Landtag den Kreis Rottweil vertritt, stellt klar: „Sie engagieren sich wegen dem Vereinszweck und nicht um Formulare auszufüllen. Darum setze ich mich für eine Task Force Ehrenamt ein, die Auflagen und Pflichten für Vereine konsequent entschlackt. Bürokratieabbau darf nicht nur für die Wirtschaft gelten“. Wer seine freie Zeit der Gemeinschaft vor Ort schenke, solle unterstützt und nicht abgeschreckt werden.

Ein weiteres zentrales Thema war die Sanierung von städtischem Eigentum. „Von der maroden Friedhofsmauer, bis zu alten Hausfassaden. An vielen Stellen müsste dringend was getan werden“, berichtet Jaud. Doch Vorschriften, wie streng ausgelegter Denkmalschutz verhinderten ein schnelles Vorankommen. „Denkmalschutz ist ein Problem, wenn er Menschen daran hindert, ihren Ort sinnvoll zu gestalten und in der Folge die Bauwerke verfallen. Die Landesregierung muss für eine pragmatischere Auslegung sorgen“, betont Karrais. Er berichtet, dass er dieses Problem bei seiner Heimatliebe-Tour immer wieder von den Ortschaftsräten geschildert bekomme.

Als konkretes Beispiel zeigten die Ortschaftsräte dem FDP-Politiker die städtische Turnhalle. „Alte Toiletten, Duschen ohne Lüftung und Spuren von Wasserschäden an der Turnhallenwand durch eine vor Jahren undichte Decke. Eigentlich bräuchte es hier eine Komplettsanierung“, erklärt Jaud. Doch den Kommunen fehle für derartige Maßnahmen in der Regel das Geld. „Gerade in den kleinen Ortsteilen ist es wichtig den Ortskern zu erhalten und nicht verfallen zu lassen. Hier muss die Politik unterstützen“, betont Karrais. Er werde informieren, welche Möglichkeiten es gibt, derartige Sanierungsmaßnahmen vor Ort zu fördern.

Weitere Themen beim Besuch waren die Kitagebühren und Auflagen für die Kinderbetreuung sowie die Zukunft der Gäubahn und der XXL-Landtag.

Info: Im Rahmen der Heimatliebe-Tour besucht Daniel Karrais die Ortschaften und Gemeinden im Kreis Rottweil, um direkt mit den Menschen vor Ort über ihre Anliegen zu sprechen. „Ohne große Reden, dafür mit offenen Ohren: Was läuft gut, was nicht? Mein Ziel: zuhören, verstehen, anpacken“, erklärt der Abgeordnete. Die Termine werden gegebenenfalls vorab in den Gemeinden, in den lokalen Medien und in den Sozialen Medien angekündigt.

 

Bildunterschrift (v.l.n.r.): Bernd Söll (TSV Hochmössingen), Sigrun Lehmann (TSV Hochmössingen), Markus Baier (Ortschaftsrat), Kai Glatthaar (Brustring-Bastion Hochmössingen), Dieter Rinker (Gemeinderat), Daniel Karrais, Sabine Jaud (Ortsvorsteherin), Margret Wössner (TSV Hochmössingen), Sabine Pfau (Narrenzunft Hochmössingen), Hansjörg Krämer (Männergesangverein Hochmössingen), Gerd King (Musikverein Hochmössingen), Thilo Braitsch (Ortschaftsrat), Matthias Schillinger (Ortschaftsrat) (Foto: Siebers)

 

„Steigende Preise bekommen alle zu spüren“

Der FDP-Landtagsabgeordnete Daniel Karrais war zu Gast bei der Kaiser Aluminium-Umformtechnik GmbH in Dunningen. Im Zentrum des Austausches mit den Geschäftsführern Thomas Kaiser, Raphael Arens, Stefan Kruck sowie dem Fertigungsleiter Manfred Trudel stehen insbesondere die hohen Energiekosten sowie Schwierigkeiten bei Exportgenehmigungen.

„Wir gehören zu den energieintensiven Industrien. Entsprechend spüren wir die steigenden Preise“, berichtet Kruck. Strom bleibe gegenüber dem Gas der dominierende Kostenfaktor. „Wir sind schon aus Kostengründen weiterhin auf Gas angewiesen“, betont Kaiser. Angesichts der Strompreisentwicklung sei es auch in Zukunft schwierig davon abzurücken. Für Karrais, Vorsitzender des Ausschusses für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft im Landtag, ein bekanntes Bild: „Die steigenden Strompreise bekommen alle zu spüren, Unternehmen wie Privatpersonen. Der Hauptfaktor für diese Entwicklung sind die steigenden Netzentgelte und Umlagen“. Zu lange sei einseitig auf den Ausbau von Photovoltaik- und Windkraftanlagen gesetzt worden, ohne die Netzinfrastruktur mitwachsen zu lassen. Nun müsse der Netz- und Speicherausbau priorisiert werden. So könne man die Strompreise langfristig wieder senken, so der Rottweiler Abgeordnete. „Die Stromerzeugungskosten gehen gegen Null, aber die Umlagen gegen unendlich. Das ist eine Entwicklung, für die viele zu Recht kein Verständnis haben“, sagt Karrais.

Hinzu komme, dass das Unternehmen aufgrund formaler Kriterien bei den Stromsteuerrückerstattungen Einbußen hinnehmen müsse, wie Arens hervorhebt. Die Geschäftsführer fordern hier Nachbesserungen an den Regelungen. Karrais, der im Landtag den Kreis Rottweil vertritt, zeigt Verständnis für den Unmut: „Wenn die formalen Regeln nicht zur wirtschaftlichen Realität passen, muss man sie überarbeiten“. Es sei unverständlich, dass Betriebe aufgrund ihrer Kapitalstruktur von Entlastungen ausgeschlossen blieben.

Eine weitere Herausforderung für das Unternehmen liege in langwierigen Genehmigungsverfahren. „Seit einigen Jahren beliefern wir auch Kunden in der Verteidigungsindustrie. Jedoch werden wir hier vor bürokratische Hürden gestellt“, kritisiert Kaiser. Je nachdem in welches Land man exportieren wolle, warte man lange Zeit auf die Genehmigungen der zuständigen Bundesbehörden. Bestimmte Aufträge seien aufgrund dessen mit einer wirtschaftlichen Unsicherheit verbunden. FDP-Politiker Karrais zeigt sich irritiert: „Es kann nicht sein, dass man öffentlich eine stärkere Verteidigungsfähigkeit einfordert, dann aber in der Praxis bei Genehmigungen den Riegel vorschiebt.“ Er kündigte an, sich über die Möglichkeiten einer zügigeren Bearbeitung zu informieren.

Info: Die Kaiser Aluminium-Umformtechnik GmbH ist ein führender Anbieter komplexer Aluminium-Schmiedeteile für die Automobil- und Rüstungsindustrie. Das 1983 gegründete Familienunternehmen betreibt Werke in Fluorn-Winzeln sowie Dunningen.

Bildunterschrift (v.l.n.r.):  Thomas Kaiser, Daniel Karrais, Raphael Arens und Manfred Trudel

Der Rottweiler FDP-Landtagsabgeordnete Daniel Karrais besuchte jüngst den Waldmössinger Kabelspezialisten Engeser. Im Gespräch mit Geschäftsführer Steffen Engeser ging es um innovative Lösungen für Erneuerbare Energien und die Perspektiven für Wachstumschancen weltweit.

Der Spezialist für innovative Verbindungstechnik beschäftigt weltweit 850 Mitarbeiter mit Standorten in Waldmössingen, Konstanz, Tschechien, Rumänien und den USA. „Das sind mehr als verlängerte Werkbänke, sondern wichtige Standorte in der Nähe von Kunden“, erklärte Engeser. So sei die Zollpolitik der USA für das Unternehmen keine direkte Gefahr, da man den amerikanischen Markt über den dortigen Standort bedienen könne. „Trotzdem hat die politische Situation Auswirkungen auf die gesamte Wirtschaft“, so der Geschäftsführer.

Neu ist die Produktlinie „Engesolar“, die auf den stetigen Ausbau von Freiflächen-PV-Anlagen abziele. Hier hat das innovative Unternehmen ein Montagesystem für die Verkabelungen der Anlagen entwickelt. „Damit kann man die Verlegezeit um bis zu die Hälfte reduzieren. Das senkt die Kosten beim Ausbau der Erneuerbaren immens“, sagte Engeser, der sich über wachsende Beliebtheit des patentierten Produkts freut. Für den Energiepolitiker Daniel Karrais wieder ein Mal ein Zeugnis dafür, dass „Innovation Kosten senken und Ziele erreichbar werden lässt“.

Beim Rundgang durch Betrieb zeugte Engeser die modernen Arbeitsplätze in den Werkhallen am Standort. Teils meterlange Kabelbäume mit hunderten Kabeln werden hier zusammengebracht, geprüft, aufgewickelt und verpackt. Auch drei fahrerlose Transportsysteme seien im Einsatz.

Auf Karrais Frage nach den Energiepreise reagierte der Geschäftsführer gelassen. So sorge man mit Fotovoltaik auf jedem Dach, Optimierung des Eigenverbrauchs und als nächstes einem Batteriespeicher für einen hohe Eigenversorgungsgrad.

Mit Blick auf die zukünftige Entwicklung des Wirtschaftsstandorts betonte Karrais die Wichtigkeit von Rahmenbedingungen für neue Unternehmen. „Vom Wohnzimmer bis zum international tätigen Mittelständler zu kommen muss wieder möglich sein. Dafür müssen die bremsenden Auflagen weg und endlich wieder mehr Pragmatismus in die Politik und das Verwaltungshandeln einkehren“, fasste Karrais zusammen.