Der FDP-Landtagsabgeordnete Daniel Karrais zeigt sich nach der Antwort des Sozialministeriums auf seine Kleine Anfrage (Drs.17/8919) zur ärztlichen Versorgung im Landkreis Rottweil alarmiert. Die neusten Daten bestätigten den Trend der vergangenen Jahre und sie zeigten, dass sich der Mangel an Kinder- und Hausärzten weiter zuspitze, so Karrais in einer Mitteilung. Besonders dramatisch sei die Situation bei der Kinder- und Jugendmedizin. Diesen Mangel bekämen viele Eltern schon zu spüren.

„Der Versorgungsgrad ist innerhalb von zwei Jahren von 84,5 % auf nur noch 66,8 % gefallen. Dass fast ein Drittel der Kinderärztinnen und -ärzte im Landkreis bereits über 60 Jahre alt ist und die Nachfolgesuche oft schleppend bis ergebnislos verläuft, ist ein fatales Signal“, sagt Karrais.

Auch die hausärztliche Versorgung verschärfe sich weiter. Im Mittelbereich Rottweil ist der Versorgungsgrad laut Sozialministerium von 77,5 % im Jahr 2023 auf nur noch 71,3 % im Jahr 2025 gesunken. Karrais warnte, dass auch hier die Entwicklung künftig rückläufig sei aufgrund des vergleichsweisen hohen Alters der Ärzteschaft.

Es sei daher wenig verwunderlich, dass der Landkreis Rottweil mittlerweile bei der Kinder- und Jugendmedizin sowie bei der Allgemeinmedizin (Hausärzte) offiziell seit 2. Juli 2025 als unterversorgt gelte. „Dieser Schritt ist wichtig, um endlich Maßnahmen zur Verbesserung der Versorgungssituation zu ergreifen“, ist der Abgeordnete überzeugt. Karrais sieht die Lösung weiterhin in einem Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ), initiiert durch den Landkreis: „Andere Landkreise wie zum Beispiel Calw machen es vor. Hier gibt es seit 2019 ein genossenschaftliches MVZ mit Kinderärzten, das erfolgreich unter Federführung des Landkreises gegründet wurde.“ Die FDP habe im Kreistag deshalb beantragt, dass der Landkreis die Gründung eines MVZ mit den Kommunen koordiniere und auf den Weg bringe.

„Die derzeit bestehenden Förderprogramme des Landes sind unzureichend, um den Mangel in den kommenden Jahren entgegen zu wirken“, sagt Karrais.  

Der Rottweiler fordert eine Reform der Bedarfsplanung. Derzeit werde weder das Alter der Ärzte noch der Rückgang an verfügbarer Arbeitszeit durch Teilzeitmodelle berücksichtigt. Zwei neue Ärzte braucht es heute oft, um eine volle Stelle zu ersetzen, aber das spiele im aktuellen System kaum eine Rolle. „Die Planungen der KVBW müssen auf den Prüfstand. Das Land muss mit dem Bund endlich die gesetzlichen Grundlagen dafür schaffen. Es reicht nicht, immer nur auf die KV zu verweisen“, ist Karrais überzeugt.

Statt Klimaschutz durch Konjunkturflaute und Unternehmensabwanderung brauchen wir Wirtschaftswachstum und mehr Realismus in der Klimadebatte

 

Zur Meldung, wonach Baden-Württemberg bis 2030 nur noch knapp die Hälfte der Emissionen des Jahres 2024 ausstoßen darf, um die Klimaziele der Landesregierung zu erreichen, erklärte der klimapolitische Sprecher der FDP/DVP-Landtagsfraktion, Daniel Karrais:

 

„Der leichte Rückgang der CO₂-Emissionen ist nicht das Ergebnis erfolgreicher Klimapolitik. Vielmehr ist die wirtschaftliche Lage für die Emissionsminderung verantwortlich. Ein Blick in die Statistik zeigt, dass insbesondere die schwache Bauwirtschaft und die rückläufige Industrieproduktion die Emissionen gesenkt haben.

 

Nachhaltig ist das nicht – und trotzdem wird Baden-Württemberg seine Klimaziele für 2030 deutlich verfehlen. Statt Konjunkturflaute und Unternehmensabwanderung brauchen wir Wirtschaftswachstum und mehr Realismus in der Klimadebatte.

 

Dringend erforderlich sind eine echte Reform des Klimaschutzgesetzes sowie ein sektorenübergreifendes Klimaschutzkonzept. Das Klima-Maßnahmen-Register ist zu bürokratisch und wirkungslos. Es erfüllt nicht die Funktion eines wirksamen Gestaltungsinstruments in der Klimapolitik. Die Bürgerinnen und Bürger erwarten keine Hängepartie, sondern klare Prioritäten und eine effektive Reduktion der Treibhausgasemissionen in allen Sektoren.“

Auf der Landesvertreterversammlung in Pforzheim hat die FDP am Wochenende personelle Richtungsentscheidungen für die kommende Landtagswahl am 8. März 2026 getroffen. Mit starkem Rückhalt ist der Rottweiler Landtagsabgeordnete auf den aussichtsreichen Listenplatz 8 der FDP-Landesliste gewählt worden. Mit 78 Prozent setzte er sich gegen eine Gegenkandidatin durch.

In seiner Bewerbungsrede schwor Karrais die Delegierten auf die bevorstehende Herausforderung ein:
„Unsere Aufgabe und unser Ziel muss es sein, ein neues Vertrauen in die Politik der Mitte zu gewinnen. Das ist als FDP unser gemeinsamer Auftrag. Denn die Freien Demokraten werden als Kraft der Erneuerung, des Optimismus und der Freiheit gebraucht.“

Dabei gehe es insbesondere darum, unterwegs im Land zu sein und den Menschen vor Ort zu zuhören. Mit seiner Heimatliebe-Tour setze Karrais dies bereits in seinem Wahlkreis Rottweil erfolgreich um. Oft gehe es dabei nicht um abstrakte Diskussionen wie die Schuldenbremse, sondern um Antworten auf konkrete Probleme vor Ort wie beispielsweise eine bröckelnde Friedhofsmauer oder absurde Auflagen bei Narrensprüngen. Für diese konkreten Probleme vor Ort habe die FDP Antworten und darüber müsse sie mit den Menschen sprechen.

Darüber hinaus versprach Karrais, dass er die „Verwaltung aus Kaisers Zeiten“ herausholen wolle. Hierfür solle konsequent digitalisiert werden, um die Menschen und die Unternehmen von lähmenden Vorschriften und langsamen Prozessen zu befreien. Im Bereich der Klimapolitik forderte er einen neuen Realismus mit Augenmaß statt Alleingänge des Landes. „Wir haben viele, innovationsfreudige Ingenieure in unserem Land, die dafür brennen nachhaltige Lösungen zu entwickeln. Man muss sie aber machen lassen.“, sagte der 35-jährige Maschinenbauingenieur.

Auf der Landesvertreterversammlung wurde der Fraktionschef Hans-Ulrich Rülke zum Spitzenkandidaten gewählt. Die Top 10 der Landesliste bildet ein breites Themenspektrum ab, das der Rottweiler Karrais mit den Themen Digitalisierung und Klima- und Energiepolitik vervollständige.

Karrais gab sich kämpferisch: „Bei der letzten Wahl schenkten mir im Wahlkreis 16,2 Prozent der Wähler ihr Vertrauen -ein Top-Ergebnis. Ich will wieder ein Top-Ergebnis für die FDP in Rottweil und im Land holen.“ Bis dahin werde er sich weiter für die Idee der Freiheit im Landtag und vor Ort einsetzen.

FDP/DVP schlägt mehr Realismus und Pragmatismus im Klimaschutzgesetz vor

 

Heute wurden Gesetzentwürfe jeweils von FDP/DVP, AfD und der Landesregierung zur Änderung des Klimaschutz- und Klimawandelanpassungsgesetzes Baden-Württemberg beraten. Dabei sagte der klimapolitische Sprecher der FDP/DVP-Fraktion, Daniel Karrais:

 

„Die Klimapolitik der Landesregierung ist nicht vertrauenswürdig, da selbst vom eigenen Regierungschef die Ziele immer häufiger hinterfragt und kleingeredet werden. Dabei besteht in der Kretschmann-Koalition seit neun Monaten keine Einigkeit zur Frage der „erheblichen Zielabweichung“, die sowieso nur eine Debatte für Theoretiker ist. Faktisch kann das Land nämlich gar nicht eigenständig handeln. Deshalb muss sich Baden-Württemberg an den Klimazielen des Bundes orientieren. Dass selbst die EU-Kommission heute ein weniger ambitioniertes Zwischenziel für 2040 verkündet hat, bestätigt unsere Forderung eindeutig.

 

Unser Gesetzentwurf ist ein Befreiungsschlag von Symbolpolitik und eröffnet endlich den Weg zu mehr Realismus und Pragmatismus in der Klimapolitik. Damit wollen wir verloren gegangenes Vertrauen zurückgewinnen. Wir beenden ineffiziente Klimaschutzmaßnahmen und wollen den Leitgedanken „so viel Klimaschutz wie möglich, für so wenig Euros wie möglich“ in den Mittelpunkt stellen. Dafür müssen wir den Alleingang des Landes beenden und die Sektorziele abschaffen. Wir sind der Auffassung, dass jedes eingesparte CO₂ „gutes CO₂“ ist, egal ob am Auspuff oder im Stall. Mit dem heute zur Beratung stehenden Gesetzentwurf setzen wir daher auf realistische Ziele statt auf Träumereien, an die selbst der grüne Ministerpräsident nicht mehr glaubt.

 

Auch die zahlreichen, ausufernden Dokumentationspflichten müssen reduziert werden, denn Papier und Tabellen schützen am Ende nicht das Klima. Stattdessen wollen wir Menschen, Unternehmen und Kommunen die Freiheit zurückgeben, selbst zu entscheiden, wie sie am besten nachhaltiger werden können. Gerade Unternehmen aus Industrie und Handel sowie die Kommunalen Landesverbände fordern diese Eigenverantwortung zunehmend ein.

 

Die Infrastruktur für Wasserstoff und Carbon Management ist für uns ein zentraler Baustein wirtschaftlicher Zukunftsfähigkeit. Sie eröffnet neue Märkte und fördert die dynamische Entwicklung klimafreundlicher Technologien. Wir setzen auf einen Neuanfang, der mehr Entscheidungsfreiheit, mehr Raum für Innovation und weniger Bürokratie ermöglicht. So kann unsere Wirtschaft die Technologien bereitstellen, mit denen Klimaschutz weltweit Wirklichkeit wird.

 

Jetzt ist es an der Zeit, Symbolpolitik hinter uns zu lassen und mit realistischen, pragmatischen Maßnahmen echten Klimaschutz zu erreichen. Baden-Württemberg braucht endlich eine Politik, die Vertrauen zurückgewinnt, Innovationen fördert und Menschen sowie Unternehmen wieder mehr Freiräume gibt.“

Angesichts der erneut befürchteten Verzögerung bei der Inbetriebnahme des neuen Tiefbahnhofs von Stuttgart 21 fordert der Rottweiler FDP-Landtagsabgeordnete Daniel Karrais eine sofortige Verschiebung der geplanten Kappung der Gäubahn am Stuttgarter Hauptbahnhof:

„Der Termin für die Kappung der Gäubahn im Frühjahr 2026 ist nicht haltbar und muss sofort abgeräumt werden. Solange oben noch Züge verkehren, ist da auch noch Platz für die Gäubahn. Die Gäubahn muss der letzte Zug im Hauptbahnhof oben sein!“, so Karrais. Entsprechende Varianten seien im Gespräch, dass nur eine Teilinbetriebnahme erfolgen soll, wonach nur einige Fernverkehrszüge den neuen Tiefbahnhof nutzen sollen, während weitere Züge in den Kopfbahnhof einfahren. Auch eine vollständige Verschiebung der Inbetriebnahme sei in Prüfung.

Die derzeitige Planung sieht vor, dass die Gäubahn ab April 2026 in Stuttgart-Vaihingen endet. Reisende sollen dort auf die S-Bahn umsteigen. Erschwerend komme hinzu, dass die S-Bahn über mehrere Monate hinweg im Sommer nicht verkehren soll, sodass auf Busse und Stadtbahnen umgestiegen werden müsse. Hierzu hatte Karrais schon vor längerem zum Umdenken aufgefordert. Eine Entscheidung stehe noch aus.

„Die erwartbaren Probleme rund um den Ersatzverkehr und Umstieg in Vaihingen sind eine Zumutung für die Gäubahn-Nutzer. Die Landesregierung muss sich mit Nachdruck dafür einsetzen, dass die Unterbrechung auf unbestimmte Zeit verschoben wird bis Klarheit über den Inbetriebnahmetermin von S21 herrscht“, erklärte Karrais weiter.

Es reiche nicht aus, dass man sich von der Deutschen Bahn immer wieder im Lenkungskreis mit zugesagten Prüfungen von Alternativen vertrösten lasse. „Das Vertrauen der meisten Gäubahn-Nutzer ist schon jetzt verloren. Wir brauchen jetzt ein klares Bekenntnis vom Land zur Zukunft der Gäubahn.“, fordert er abschließend.

Eine echte Reform des Klimaschutzgesetzes ist notwendig

 

Zur Meldung, wonach die Landesregierung nicht mit einem Kabinettsbeschluss auf die verfehlten Klimaziele reagieren wird, sagte der klimapolitische Sprecher der FDP/DVP-Fraktion, Daniel Karrais:

 

„Die Regierung Kretschmann macht sich völlig unglaubwürdig. Während noch vor wenigen Monaten die ambitionierten Klimaziele des Landes als großes Highlight gefeiert wurden, will man jetzt davon nichts mehr wissen. Wir brauchen Realismus in der Klimapolitik und keine Symboldiskussionen.

 

Die Diskussion über die gescheiterte Klimapolitik von Grün-Schwarz zeigt, dass ihre Klimaziele von gestern sind und mehr Realismus benötigt wird. Das Land kann gar keine Maßnahmen auf den Weg bringen, um die Klimaziele zu erreichen. Das lässt selbst Ministerpräsident Kretschmann immer häufiger durchblicken, wenn er die eigenen Klimaziele des Landes kleinredet.

 

Wir brauchen dringend eine echte Reform des Klimaschutzgesetzes und ein sektorenübergreifendes Klimaschutzkonzept. Das Klima-Maßnahmen-Register ist zu bürokratisch und wirkungslos und erfüllt nicht die Rolle eines Gestaltungsinstruments in der Klimapolitik. Bürgerinnen und Bürger wollen keine Hängepartie beim Klimaschutz sehen, sondern eine klare Setzung von Prioritäten und eine effektive Reduktion von Treibhausgasemissionen in allen Sektoren.

 

Außerdem zeigen die Rückmeldungen auf unseren Vorschlag zur Novellierung des Klimaschutzgesetzes, dass unsere Forderung, die Klimaziele des Landes an die bundesrechtlichen Vorgaben anzupassen, richtig ist. Darüber hinaus müssen wir viele bürokratische Pflichten für Kommunen und Unternehmen deutlich vereinfachen und teilweise abschaffen. Der Leitgedanke ‚So viel Klimaschutz für so wenig Euro wie möglich‘ muss von Grün-Schwarz zudem konsequenter angewendet werden.“

 

Cybersicherheit ist längst Teil der öffentlichen Sicherheit

 

Zur Meldung, dass Minister Strobl anlässlich der Vorlage des Verfassungsschutzberichts meint, dass die Gefahr durch Spionage und Cyberangriffe ausländischer Nachrichtendienste auf Rekordhöhe sei, fordert der digitalpolitische Sprecher der FDP/DVP-Fraktion, Daniel Karrais:

 

„Eine Trendwende in der IT-Sicherheitspolitik der Landesregierung muss kommen. Wir dürfen keine Zeit mehr verlieren, denn wir sind längst in einem digitalen Konflikt mit Russland und anderen feindlich gesinnten Staaten. Die Rekordhöhe an Cyberangriffen ist alarmierend. Cybersicherheit ist längst Teil der öffentlichen Sicherheit.

 

Minister Strobl muss Cybersicherheit zur Priorität machen. Wir brauchen jetzt eine Cybersicherheitsarchitektur mit klaren Zuständigkeiten und schlagkräftiger Personalausstattung. Das Land muss dringend mit den Kommunen gemeinsame Sicherheitsstandards und Cloud-Strukturen aufbauen, die als Ganzes besser geschützt sind. Wir brauchen eine zentrale Datenhaltung von Land und Kommunen mit hohen Sicherheitsstandards. Die Digitalisierung der Verwaltung ist zwingende Voraussetzung.“

Auflösungserscheinungen bei der Kretschmann-Koalition acht Monate vor der Landtagswahl

 

Umweltministerin Thekla Walker und Verkehrsminister Winfried Hermann (beide Grüne) haben heute über neue Klimaschutzmaßnahmen auf der Landespressekonferenz in Stuttgart informiert. Dazu sagt der klimapolitische Sprecher der FDP/DVP-Fraktion, Daniel Karrais:

 

„Acht Monate vor der Landtagswahl kapituliert die Landesregierung vor ihrer eigenen Klimaschutzpolitik. Es wurde heute keine einzige neue Klimaschutzmaßnahme verkündet. Was bleibt, ist reine Symbolpolitik ohne Kabinettsbeschluss. Weil die Koalition keine Einigung erzielen kann, preschen jetzt die grün geführten Ministerien für Umwelt und Verkehr vor, während die CDU im Hinblick auf den Wahlkampf auf Sofortprogramme verzichten will.

 

Es zeigt sich, dass das Klimaschutzgesetz mit seinen ambitionierten Zielen ein zahnloser Tiger ist. Das Land kann gar keine Maßnahmen auf den Weg bringen, um die Klimaziele zu erreichen. Das hat selbst Ministerpräsident Kretschmann in den letzten Tagen durchblicken lassen und höchstselbst die Rolle der Klimaziele des Landes für den Klimawandel kleingeredet.

 

Die Landespressekonferenz war damit eine reine Parteiinszenierung der Grünen, die dem Klimaschutz in diesem Land einen Bärendienst erwiesen hat. Umweltministerin Walker täte gut daran, sich endlich vom bürokratischen und wirkungslosen Klima-Maßnahmen-Register zu verabschieden. Es handelt sich dabei um kein kohärentes, sektorenübergreifendes Klimaschutzkonzept, und es erfüllt seine Rolle als Gestaltungsinstrument nicht. Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen erwarten keine Hängepartie beim Klimaschutz, sondern klare Prioritäten und eine übergeordnete Strategie zur effektiven Reduktion von Treibhausgasemissionen. Außerdem zeigen die Rückmeldungen auf unseren Vorschlag zur Novellierung des Klimaschutzgesetzes, dass unsere Forderung, die Klimaziele des Landes an die bundesrechtlichen Vorgaben anzupassen, richtig ist. Darüber hinaus müssen wir viele bürokratische Pflichten für Kommunen und Unternehmen deutlich vereinfachen und abschaffen. Der Leitgedanke „So viel Klimaschutz für so wenig Euro wie möglich“ muss von Grün-Schwarz zudem konsequenter angewendet werden.“

 

Der Sprecher für individuelle Mobilität, Friedrich Haag, ergänzte:

 

„Wieder einmal bleibt Verkehrsminister Winfried Hermann beim überkommenen grünen Ansatz: Andere bevormunden und selbst sich wegducken. Wiederholt fordere ich, die Landes-Fahrzeuge mit HVO 100 statt mit fossilem Diesel zu betanken. Das Land verbraucht 9,1 Millionen Liter Dieselkraftsoff für seine Fahrzeuge. Würde dieser durch HVO 100 ersetzt, ergäbe sich ein Einsparpotenzial von 21.000 Tonnen CO₂ pro Jahr. Dabei sind die Einsparpotenziale bei den Kommunen noch gar nicht berücksichtigt. Statt hier beherzt zu handeln, wird weiterhin der All-Electric-Ansatz verfolgt und von Verkehrsvermeidung und -verlagerung geträumt. Die Herausforderungen der Zukunft werden jedoch mit Technik gelöst und nicht mit Verzichtsfantasien. Wenn es dem grünen Verkehrsminister um wirklichen Klimaschutz ginge, würden längst die Möglichkeiten von HVO 100 im Landesfuhrpark genutzt. Offenbar scheint es um andere Ziele zu gehen.“

 

Viele Rettungsdienste warten auf Gelder

Der FDP-Landtagsabgeordnete Daniel Karrais hat sich zu einem Fachgespräch mit den Verantwortlichen des Kreisverbandes des Deutschen Roten Kreuzes in Rottweil getroffen. Im Austausch mit Kreisgeschäftsführer Ralf Bösel, Rettungsdienstleiter Marcus Stotz und Leitstellenleiter Christoph Büchert ging es um aktuelle Projekte, strukturelle Engpässe und digitale Innovationen.      

Zentrales Thema war zudem die neue Planungsfrist, also die Zeit bis das erste Rettungsmittel am Notfallort ist. Eine Neufassung des Rettungsdienstgesetzes hat diese von 15 auf 12 Minuten herabgesenkt. Diese Planungsfrist solle in 95 Prozent der Fälle eingehalten werden. Bösel betont, dass dabei zu wenig Beachtung fand, was vor Ort unter den Gegebenheiten möglich sei: „Mit den bisherigen Rettungswachen hätte man diese neue Vorgabe nicht erfüllen können“. Deshalb habe man reagiert und das Ziel gesetzt, am Standort in Dornhan-Marschalkenzimmern eine neue Rettungswache mit einer 24/7 Besetzung zu bauen. Dadurch werde die Versorgung im Norden des Landkreises erheblich verbessert. Karrais lobte diesen Schritt: „Rottweil ist bei der Einhaltung der Planungsfrist regelmäßig ganz vorne mit dabei – das zeigt, wie professionell hier gearbeitet wird. Der Neubau wird die Versorgung nochmals verbessern“.

Positiv zeigten sich alle Gesprächspartner zu der im Kreis Rottweil eingeführten Lebensretter-App. Diese ermögliche es, qualifizierte Ersthelfer bei einem Herzstillstand in der Nähe zu alarmieren. Menschen könnten so bereits medizinische Unterstützung erhalten noch bevor der Rettungswagen eintrifft. „Diese App unterstützt den Rettungsdienst in seiner Arbeit und hilft dabei Leben zu retten. Sie sollte verpflichtend ins Rettungsdienstgesetz aufgenommen werden“, waren sich die Vertreter des DRK einig. Karrais unterstützte diese Position ausdrücklich. „In der Enquete-Kommission Krisenfeste Gesellschaft haben wir genau das vorgeschlagen“, erklärt der Rottweiler Abgeordnete. Er verstehe angesichts der positiven Erfahrungen nicht, weshalb die grün-schwarze Landesregierung dies nicht umsetze. Die finanzielle Umsetzung der neuen Lebensretter-App wurde im Rahmen der Projektpartner gemeinsam mit dem DRK, dem Landkreis Rottweil sowie der Kliniken Helios, SRH und VVPH in Rottweil ermöglicht.

„Die Anforderungen an den Rettungsdienst wachsen stetig, aber die Mittel und Strukturen wachsen nicht mit“, brachte es Bösel auf den Punkt. Aktuell bestehe ein landesweiter Investitionsstau von rund 70 Millionen Euro, der wichtige Modernisierungen blockiere. „Viele Rettungsdienste warten auf das Geld“, so der Kreisgeschäftsführer. Auch in Rottweil befinde man sich mittlerweile an einer personellen Grenze, der man mit einer hohen Ausbildungskapazität entgegentrete. Um die Planungsfrist einhalten zu können, benötige man mehr Personal an den neu zu definierenden Rettungswachen-Standorten. Unter anderem sei auch in Rottweil eine neue Rettungswache dringend erforderlich, da die bisherige Rettungswache im ehemaligen Krankenhaus in Rottweil nicht mehr den gesetzlichen Vorgaben entspreche.

Der Landtagsabgeordnete kündigte an, sich in Stuttgart weiterhin für die Belange des Rettungsdienstes einzusetzen.

 

Bildunterschrift (v.r.n.l.): Zum konstruktiven Austausch traf sich Daniel Karrais mit den Vertretern des DRK-Kreisverbands Ralf Bösel, Christoph Büchert und Marcus Stotz.

„Förderzentren sind wichtiger Bestandteil unseres Bildungssystems“

Beim Besuch des Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentrum (SBBZ) mit den Schwerpunkten Hören und Sehen in Heiligenbronn, informierte sich der FDP-Landtagsabgeordnete Daniel Karrais über deren aktuelle Herausforderungen. Im Gespräch mit den Vorständen der Stiftung St. Franziskus, der Trägerin des SBBZ, Stefan Guhl und Andrea Weidemann diskutierte Karrais die Rolle der SBBZ im Bildungssystem, die Chancen der Digitalisierung für die Schülerinnen und Schüler sowie die ärztliche Versorgung im Landkreis.

„Die Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren sind ein wichtiger Bestandteil unseres Bildungssystems“, betonen die beiden Stiftungsvorstände. Gerade bei komplexen Einschränkungen brauche es für Kinder spezialisierte Angebote, wie sie in Heiligenbronn geleistet würden. Daniel Karrais, der im Landtag den Kreis Rottweil vertritt, teilt diese Einschätzung: „Ein gutes Bildungssystem bildet unsere Vielfalt ab. Das heißt auch, dass es neben Regelschulen Orte mit spezifischer Expertise braucht, an denen Kinder individuell gefördert werden.“ Die spezifischen Bedürfnisse seien je nach Einschränkung andere. Die Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren könnten auf diese adäquat eingehen, so der Rottweiler Abgeordnete.

Ein weiteres Gesprächsthema war die Digitalisierung. „Diese schafft für unsere Schülerinnen und Schüler mit Einschränkungen im Hören und/oder Sehen sowie die Lehrkräfte enorme Erleichterungen im Alltag“, unterstreichen die Stiftungsvorstände Guhl und Weidemann. Digitale Assistenzsysteme, barrierefreie Lernplattformen oder Hilfsmittel zur Kommunikation könnten Barrieren abbauen und Teilhabe verbessern. Sie wiesen jedoch darauf hin, dass die digitale Barrierefreiheit auch in anderen Bereichen im öffentlichen Bereich mitgedacht werden müsse, etwa bei der Beantragung von Anträgen oder dem Zugang zu Internetseiten von Behörden. Karrais nimmt diese Anregungen auf und sagt zu, diese Eindrücke an den entsprechenden Stellen miteinzubinden.

Abschließend besprachen die Gesprächsteilnehmer die ärztliche Versorgung im Landkreis. Für die Schülerinnen und Schüler des SBBZ habe diese eine überdurchschnittliche hohe Bedeutung. Die Stiftungsvorstände berichten, dass Familien zunehmend Probleme haben etwa HNO-Ärztinnen und-Ärzte zu finden. Untersuchungen und Arzttermine würden so oft zur logistischen Herausforderung. „Die medizinische Versorgung mit Ärztinnen und Ärzten im Kreis Rottweil ist extrem angespannt, in verschiedensten Fachbereichen“, sagte Karrais. Die demografische Entwicklung verschärfe diesen Mangel in den kommenden Jahren noch weiter. Der Rottweiler Politiker spreche sich daher für die Errichtung eines Medizinischen Versorgungszentrums aus, um die medizinische Versorgung im Landkreis aufrechtzuerhalten.

Bildunterschrift: Daniel Karrais zu Besuch in einer Klasse des Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentrums Heiligenbronn mit dem Schwerpunkt Hören 

Vordere Reihe v.r.n.l.: Andrea Weidemann, Stefan Guhl, Daniel Karrais

Hintere Reihe v.r.n.l.: Kathrin Mehlo, Susanne Moosmann

(Foto: Sandra Bantle, Stiftung St. Franziskus)