FDP/DVP schlägt mehr Realismus und Pragmatismus im Klimaschutzgesetz vor

 

Heute wurden Gesetzentwürfe jeweils von FDP/DVP, AfD und der Landesregierung zur Änderung des Klimaschutz- und Klimawandelanpassungsgesetzes Baden-Württemberg beraten. Dabei sagte der klimapolitische Sprecher der FDP/DVP-Fraktion, Daniel Karrais:

 

„Die Klimapolitik der Landesregierung ist nicht vertrauenswürdig, da selbst vom eigenen Regierungschef die Ziele immer häufiger hinterfragt und kleingeredet werden. Dabei besteht in der Kretschmann-Koalition seit neun Monaten keine Einigkeit zur Frage der „erheblichen Zielabweichung“, die sowieso nur eine Debatte für Theoretiker ist. Faktisch kann das Land nämlich gar nicht eigenständig handeln. Deshalb muss sich Baden-Württemberg an den Klimazielen des Bundes orientieren. Dass selbst die EU-Kommission heute ein weniger ambitioniertes Zwischenziel für 2040 verkündet hat, bestätigt unsere Forderung eindeutig.

 

Unser Gesetzentwurf ist ein Befreiungsschlag von Symbolpolitik und eröffnet endlich den Weg zu mehr Realismus und Pragmatismus in der Klimapolitik. Damit wollen wir verloren gegangenes Vertrauen zurückgewinnen. Wir beenden ineffiziente Klimaschutzmaßnahmen und wollen den Leitgedanken „so viel Klimaschutz wie möglich, für so wenig Euros wie möglich“ in den Mittelpunkt stellen. Dafür müssen wir den Alleingang des Landes beenden und die Sektorziele abschaffen. Wir sind der Auffassung, dass jedes eingesparte CO₂ „gutes CO₂“ ist, egal ob am Auspuff oder im Stall. Mit dem heute zur Beratung stehenden Gesetzentwurf setzen wir daher auf realistische Ziele statt auf Träumereien, an die selbst der grüne Ministerpräsident nicht mehr glaubt.

 

Auch die zahlreichen, ausufernden Dokumentationspflichten müssen reduziert werden, denn Papier und Tabellen schützen am Ende nicht das Klima. Stattdessen wollen wir Menschen, Unternehmen und Kommunen die Freiheit zurückgeben, selbst zu entscheiden, wie sie am besten nachhaltiger werden können. Gerade Unternehmen aus Industrie und Handel sowie die Kommunalen Landesverbände fordern diese Eigenverantwortung zunehmend ein.

 

Die Infrastruktur für Wasserstoff und Carbon Management ist für uns ein zentraler Baustein wirtschaftlicher Zukunftsfähigkeit. Sie eröffnet neue Märkte und fördert die dynamische Entwicklung klimafreundlicher Technologien. Wir setzen auf einen Neuanfang, der mehr Entscheidungsfreiheit, mehr Raum für Innovation und weniger Bürokratie ermöglicht. So kann unsere Wirtschaft die Technologien bereitstellen, mit denen Klimaschutz weltweit Wirklichkeit wird.

 

Jetzt ist es an der Zeit, Symbolpolitik hinter uns zu lassen und mit realistischen, pragmatischen Maßnahmen echten Klimaschutz zu erreichen. Baden-Württemberg braucht endlich eine Politik, die Vertrauen zurückgewinnt, Innovationen fördert und Menschen sowie Unternehmen wieder mehr Freiräume gibt.“

Angesichts der erneut befürchteten Verzögerung bei der Inbetriebnahme des neuen Tiefbahnhofs von Stuttgart 21 fordert der Rottweiler FDP-Landtagsabgeordnete Daniel Karrais eine sofortige Verschiebung der geplanten Kappung der Gäubahn am Stuttgarter Hauptbahnhof:

„Der Termin für die Kappung der Gäubahn im Frühjahr 2026 ist nicht haltbar und muss sofort abgeräumt werden. Solange oben noch Züge verkehren, ist da auch noch Platz für die Gäubahn. Die Gäubahn muss der letzte Zug im Hauptbahnhof oben sein!“, so Karrais. Entsprechende Varianten seien im Gespräch, dass nur eine Teilinbetriebnahme erfolgen soll, wonach nur einige Fernverkehrszüge den neuen Tiefbahnhof nutzen sollen, während weitere Züge in den Kopfbahnhof einfahren. Auch eine vollständige Verschiebung der Inbetriebnahme sei in Prüfung.

Die derzeitige Planung sieht vor, dass die Gäubahn ab April 2026 in Stuttgart-Vaihingen endet. Reisende sollen dort auf die S-Bahn umsteigen. Erschwerend komme hinzu, dass die S-Bahn über mehrere Monate hinweg im Sommer nicht verkehren soll, sodass auf Busse und Stadtbahnen umgestiegen werden müsse. Hierzu hatte Karrais schon vor längerem zum Umdenken aufgefordert. Eine Entscheidung stehe noch aus.

„Die erwartbaren Probleme rund um den Ersatzverkehr und Umstieg in Vaihingen sind eine Zumutung für die Gäubahn-Nutzer. Die Landesregierung muss sich mit Nachdruck dafür einsetzen, dass die Unterbrechung auf unbestimmte Zeit verschoben wird bis Klarheit über den Inbetriebnahmetermin von S21 herrscht“, erklärte Karrais weiter.

Es reiche nicht aus, dass man sich von der Deutschen Bahn immer wieder im Lenkungskreis mit zugesagten Prüfungen von Alternativen vertrösten lasse. „Das Vertrauen der meisten Gäubahn-Nutzer ist schon jetzt verloren. Wir brauchen jetzt ein klares Bekenntnis vom Land zur Zukunft der Gäubahn.“, fordert er abschließend.

Eine echte Reform des Klimaschutzgesetzes ist notwendig

 

Zur Meldung, wonach die Landesregierung nicht mit einem Kabinettsbeschluss auf die verfehlten Klimaziele reagieren wird, sagte der klimapolitische Sprecher der FDP/DVP-Fraktion, Daniel Karrais:

 

„Die Regierung Kretschmann macht sich völlig unglaubwürdig. Während noch vor wenigen Monaten die ambitionierten Klimaziele des Landes als großes Highlight gefeiert wurden, will man jetzt davon nichts mehr wissen. Wir brauchen Realismus in der Klimapolitik und keine Symboldiskussionen.

 

Die Diskussion über die gescheiterte Klimapolitik von Grün-Schwarz zeigt, dass ihre Klimaziele von gestern sind und mehr Realismus benötigt wird. Das Land kann gar keine Maßnahmen auf den Weg bringen, um die Klimaziele zu erreichen. Das lässt selbst Ministerpräsident Kretschmann immer häufiger durchblicken, wenn er die eigenen Klimaziele des Landes kleinredet.

 

Wir brauchen dringend eine echte Reform des Klimaschutzgesetzes und ein sektorenübergreifendes Klimaschutzkonzept. Das Klima-Maßnahmen-Register ist zu bürokratisch und wirkungslos und erfüllt nicht die Rolle eines Gestaltungsinstruments in der Klimapolitik. Bürgerinnen und Bürger wollen keine Hängepartie beim Klimaschutz sehen, sondern eine klare Setzung von Prioritäten und eine effektive Reduktion von Treibhausgasemissionen in allen Sektoren.

 

Außerdem zeigen die Rückmeldungen auf unseren Vorschlag zur Novellierung des Klimaschutzgesetzes, dass unsere Forderung, die Klimaziele des Landes an die bundesrechtlichen Vorgaben anzupassen, richtig ist. Darüber hinaus müssen wir viele bürokratische Pflichten für Kommunen und Unternehmen deutlich vereinfachen und teilweise abschaffen. Der Leitgedanke ‚So viel Klimaschutz für so wenig Euro wie möglich‘ muss von Grün-Schwarz zudem konsequenter angewendet werden.“

 

Cybersicherheit ist längst Teil der öffentlichen Sicherheit

 

Zur Meldung, dass Minister Strobl anlässlich der Vorlage des Verfassungsschutzberichts meint, dass die Gefahr durch Spionage und Cyberangriffe ausländischer Nachrichtendienste auf Rekordhöhe sei, fordert der digitalpolitische Sprecher der FDP/DVP-Fraktion, Daniel Karrais:

 

„Eine Trendwende in der IT-Sicherheitspolitik der Landesregierung muss kommen. Wir dürfen keine Zeit mehr verlieren, denn wir sind längst in einem digitalen Konflikt mit Russland und anderen feindlich gesinnten Staaten. Die Rekordhöhe an Cyberangriffen ist alarmierend. Cybersicherheit ist längst Teil der öffentlichen Sicherheit.

 

Minister Strobl muss Cybersicherheit zur Priorität machen. Wir brauchen jetzt eine Cybersicherheitsarchitektur mit klaren Zuständigkeiten und schlagkräftiger Personalausstattung. Das Land muss dringend mit den Kommunen gemeinsame Sicherheitsstandards und Cloud-Strukturen aufbauen, die als Ganzes besser geschützt sind. Wir brauchen eine zentrale Datenhaltung von Land und Kommunen mit hohen Sicherheitsstandards. Die Digitalisierung der Verwaltung ist zwingende Voraussetzung.“

Auflösungserscheinungen bei der Kretschmann-Koalition acht Monate vor der Landtagswahl

 

Umweltministerin Thekla Walker und Verkehrsminister Winfried Hermann (beide Grüne) haben heute über neue Klimaschutzmaßnahmen auf der Landespressekonferenz in Stuttgart informiert. Dazu sagt der klimapolitische Sprecher der FDP/DVP-Fraktion, Daniel Karrais:

 

„Acht Monate vor der Landtagswahl kapituliert die Landesregierung vor ihrer eigenen Klimaschutzpolitik. Es wurde heute keine einzige neue Klimaschutzmaßnahme verkündet. Was bleibt, ist reine Symbolpolitik ohne Kabinettsbeschluss. Weil die Koalition keine Einigung erzielen kann, preschen jetzt die grün geführten Ministerien für Umwelt und Verkehr vor, während die CDU im Hinblick auf den Wahlkampf auf Sofortprogramme verzichten will.

 

Es zeigt sich, dass das Klimaschutzgesetz mit seinen ambitionierten Zielen ein zahnloser Tiger ist. Das Land kann gar keine Maßnahmen auf den Weg bringen, um die Klimaziele zu erreichen. Das hat selbst Ministerpräsident Kretschmann in den letzten Tagen durchblicken lassen und höchstselbst die Rolle der Klimaziele des Landes für den Klimawandel kleingeredet.

 

Die Landespressekonferenz war damit eine reine Parteiinszenierung der Grünen, die dem Klimaschutz in diesem Land einen Bärendienst erwiesen hat. Umweltministerin Walker täte gut daran, sich endlich vom bürokratischen und wirkungslosen Klima-Maßnahmen-Register zu verabschieden. Es handelt sich dabei um kein kohärentes, sektorenübergreifendes Klimaschutzkonzept, und es erfüllt seine Rolle als Gestaltungsinstrument nicht. Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen erwarten keine Hängepartie beim Klimaschutz, sondern klare Prioritäten und eine übergeordnete Strategie zur effektiven Reduktion von Treibhausgasemissionen. Außerdem zeigen die Rückmeldungen auf unseren Vorschlag zur Novellierung des Klimaschutzgesetzes, dass unsere Forderung, die Klimaziele des Landes an die bundesrechtlichen Vorgaben anzupassen, richtig ist. Darüber hinaus müssen wir viele bürokratische Pflichten für Kommunen und Unternehmen deutlich vereinfachen und abschaffen. Der Leitgedanke „So viel Klimaschutz für so wenig Euro wie möglich“ muss von Grün-Schwarz zudem konsequenter angewendet werden.“

 

Der Sprecher für individuelle Mobilität, Friedrich Haag, ergänzte:

 

„Wieder einmal bleibt Verkehrsminister Winfried Hermann beim überkommenen grünen Ansatz: Andere bevormunden und selbst sich wegducken. Wiederholt fordere ich, die Landes-Fahrzeuge mit HVO 100 statt mit fossilem Diesel zu betanken. Das Land verbraucht 9,1 Millionen Liter Dieselkraftsoff für seine Fahrzeuge. Würde dieser durch HVO 100 ersetzt, ergäbe sich ein Einsparpotenzial von 21.000 Tonnen CO₂ pro Jahr. Dabei sind die Einsparpotenziale bei den Kommunen noch gar nicht berücksichtigt. Statt hier beherzt zu handeln, wird weiterhin der All-Electric-Ansatz verfolgt und von Verkehrsvermeidung und -verlagerung geträumt. Die Herausforderungen der Zukunft werden jedoch mit Technik gelöst und nicht mit Verzichtsfantasien. Wenn es dem grünen Verkehrsminister um wirklichen Klimaschutz ginge, würden längst die Möglichkeiten von HVO 100 im Landesfuhrpark genutzt. Offenbar scheint es um andere Ziele zu gehen.“

 

Viele Rettungsdienste warten auf Gelder

Der FDP-Landtagsabgeordnete Daniel Karrais hat sich zu einem Fachgespräch mit den Verantwortlichen des Kreisverbandes des Deutschen Roten Kreuzes in Rottweil getroffen. Im Austausch mit Kreisgeschäftsführer Ralf Bösel, Rettungsdienstleiter Marcus Stotz und Leitstellenleiter Christoph Büchert ging es um aktuelle Projekte, strukturelle Engpässe und digitale Innovationen.      

Zentrales Thema war zudem die neue Planungsfrist, also die Zeit bis das erste Rettungsmittel am Notfallort ist. Eine Neufassung des Rettungsdienstgesetzes hat diese von 15 auf 12 Minuten herabgesenkt. Diese Planungsfrist solle in 95 Prozent der Fälle eingehalten werden. Bösel betont, dass dabei zu wenig Beachtung fand, was vor Ort unter den Gegebenheiten möglich sei: „Mit den bisherigen Rettungswachen hätte man diese neue Vorgabe nicht erfüllen können“. Deshalb habe man reagiert und das Ziel gesetzt, am Standort in Dornhan-Marschalkenzimmern eine neue Rettungswache mit einer 24/7 Besetzung zu bauen. Dadurch werde die Versorgung im Norden des Landkreises erheblich verbessert. Karrais lobte diesen Schritt: „Rottweil ist bei der Einhaltung der Planungsfrist regelmäßig ganz vorne mit dabei – das zeigt, wie professionell hier gearbeitet wird. Der Neubau wird die Versorgung nochmals verbessern“.

Positiv zeigten sich alle Gesprächspartner zu der im Kreis Rottweil eingeführten Lebensretter-App. Diese ermögliche es, qualifizierte Ersthelfer bei einem Herzstillstand in der Nähe zu alarmieren. Menschen könnten so bereits medizinische Unterstützung erhalten noch bevor der Rettungswagen eintrifft. „Diese App unterstützt den Rettungsdienst in seiner Arbeit und hilft dabei Leben zu retten. Sie sollte verpflichtend ins Rettungsdienstgesetz aufgenommen werden“, waren sich die Vertreter des DRK einig. Karrais unterstützte diese Position ausdrücklich. „In der Enquete-Kommission Krisenfeste Gesellschaft haben wir genau das vorgeschlagen“, erklärt der Rottweiler Abgeordnete. Er verstehe angesichts der positiven Erfahrungen nicht, weshalb die grün-schwarze Landesregierung dies nicht umsetze. Die finanzielle Umsetzung der neuen Lebensretter-App wurde im Rahmen der Projektpartner gemeinsam mit dem DRK, dem Landkreis Rottweil sowie der Kliniken Helios, SRH und VVPH in Rottweil ermöglicht.

„Die Anforderungen an den Rettungsdienst wachsen stetig, aber die Mittel und Strukturen wachsen nicht mit“, brachte es Bösel auf den Punkt. Aktuell bestehe ein landesweiter Investitionsstau von rund 70 Millionen Euro, der wichtige Modernisierungen blockiere. „Viele Rettungsdienste warten auf das Geld“, so der Kreisgeschäftsführer. Auch in Rottweil befinde man sich mittlerweile an einer personellen Grenze, der man mit einer hohen Ausbildungskapazität entgegentrete. Um die Planungsfrist einhalten zu können, benötige man mehr Personal an den neu zu definierenden Rettungswachen-Standorten. Unter anderem sei auch in Rottweil eine neue Rettungswache dringend erforderlich, da die bisherige Rettungswache im ehemaligen Krankenhaus in Rottweil nicht mehr den gesetzlichen Vorgaben entspreche.

Der Landtagsabgeordnete kündigte an, sich in Stuttgart weiterhin für die Belange des Rettungsdienstes einzusetzen.

 

Bildunterschrift (v.r.n.l.): Zum konstruktiven Austausch traf sich Daniel Karrais mit den Vertretern des DRK-Kreisverbands Ralf Bösel, Christoph Büchert und Marcus Stotz.

„Förderzentren sind wichtiger Bestandteil unseres Bildungssystems“

Beim Besuch des Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentrum (SBBZ) mit den Schwerpunkten Hören und Sehen in Heiligenbronn, informierte sich der FDP-Landtagsabgeordnete Daniel Karrais über deren aktuelle Herausforderungen. Im Gespräch mit den Vorständen der Stiftung St. Franziskus, der Trägerin des SBBZ, Stefan Guhl und Andrea Weidemann diskutierte Karrais die Rolle der SBBZ im Bildungssystem, die Chancen der Digitalisierung für die Schülerinnen und Schüler sowie die ärztliche Versorgung im Landkreis.

„Die Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren sind ein wichtiger Bestandteil unseres Bildungssystems“, betonen die beiden Stiftungsvorstände. Gerade bei komplexen Einschränkungen brauche es für Kinder spezialisierte Angebote, wie sie in Heiligenbronn geleistet würden. Daniel Karrais, der im Landtag den Kreis Rottweil vertritt, teilt diese Einschätzung: „Ein gutes Bildungssystem bildet unsere Vielfalt ab. Das heißt auch, dass es neben Regelschulen Orte mit spezifischer Expertise braucht, an denen Kinder individuell gefördert werden.“ Die spezifischen Bedürfnisse seien je nach Einschränkung andere. Die Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren könnten auf diese adäquat eingehen, so der Rottweiler Abgeordnete.

Ein weiteres Gesprächsthema war die Digitalisierung. „Diese schafft für unsere Schülerinnen und Schüler mit Einschränkungen im Hören und/oder Sehen sowie die Lehrkräfte enorme Erleichterungen im Alltag“, unterstreichen die Stiftungsvorstände Guhl und Weidemann. Digitale Assistenzsysteme, barrierefreie Lernplattformen oder Hilfsmittel zur Kommunikation könnten Barrieren abbauen und Teilhabe verbessern. Sie wiesen jedoch darauf hin, dass die digitale Barrierefreiheit auch in anderen Bereichen im öffentlichen Bereich mitgedacht werden müsse, etwa bei der Beantragung von Anträgen oder dem Zugang zu Internetseiten von Behörden. Karrais nimmt diese Anregungen auf und sagt zu, diese Eindrücke an den entsprechenden Stellen miteinzubinden.

Abschließend besprachen die Gesprächsteilnehmer die ärztliche Versorgung im Landkreis. Für die Schülerinnen und Schüler des SBBZ habe diese eine überdurchschnittliche hohe Bedeutung. Die Stiftungsvorstände berichten, dass Familien zunehmend Probleme haben etwa HNO-Ärztinnen und-Ärzte zu finden. Untersuchungen und Arzttermine würden so oft zur logistischen Herausforderung. „Die medizinische Versorgung mit Ärztinnen und Ärzten im Kreis Rottweil ist extrem angespannt, in verschiedensten Fachbereichen“, sagte Karrais. Die demografische Entwicklung verschärfe diesen Mangel in den kommenden Jahren noch weiter. Der Rottweiler Politiker spreche sich daher für die Errichtung eines Medizinischen Versorgungszentrums aus, um die medizinische Versorgung im Landkreis aufrechtzuerhalten.

Bildunterschrift: Daniel Karrais zu Besuch in einer Klasse des Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentrums Heiligenbronn mit dem Schwerpunkt Hören 

Vordere Reihe v.r.n.l.: Andrea Weidemann, Stefan Guhl, Daniel Karrais

Hintere Reihe v.r.n.l.: Kathrin Mehlo, Susanne Moosmann

(Foto: Sandra Bantle, Stiftung St. Franziskus)

Der FDP-Landtagsabgeordnete Daniel Karrais hat die Rottweiler Volksbank besucht. Im Austausch mit Vorstand Boris Braun diskutierte er über die Lage des regionalen Bankenwesens. Zentrale Themen des Gesprächs waren die bürokratische Regulierung sowie die Lage auf dem Immobilienmarkt in Rottweil.

„Die Volksbank Rottweil ist mit 1,23 Milliarden Euro Bilanzsumme stark aufgestellt, aber viele kleine Banken stehen vor großen Herausforderungen“, erklärte Boris Braun mit Blick auf die zunehmenden regulatorischen Anforderungen an regionale Kreditinstitute. Europäische und nationale Vorschriften stellten eine immer größere Herausforderung für den operativen Alltag dar. „Im Gespräch mit dem Kunden entfällt der Großteil der Zeit auf die Erklärung und Unterzeichnung von Formularen. Im Verhältnis zur tatsächlichen Beratung ist dies unangemessen“, so Braun. Dies sei weder für die Mitarbeitenden noch für die Kunden verständlich. Karrais, der im Landtag den Kreis Rottweil vertritt, pflichtet ihm bei: „Der Verbraucherschutz hat es so überzogen, dass das Gegenteil erreicht wird, weil keiner mehr die seitenweisen Informationen lesen kann“. Die Bankenregulierung für die Großen dürfte nicht die kleinen Banken in bürokratischen Strukturen ersticken.

Digitalisierung sei im Bankenwesen nicht mehr weg zu denken, führt Braun aus. „Mehr als zwei Drittel unserer Kunden nutzen Online-Banking und über 30 Prozent die Banking-App, Tendenz steigend. Das ist sicherer als mit Papierüberweisungen zu arbeiten, da man eine Unterschrift ohne Weiteres fälschen kann. „Die meisten Betrugsversuche finden bei papierhaften Überweisungen statt“, betont Braun. Dank Zwei-Faktor-Authentifizierung und App-Lösungen verzeichne die Volksbank seit Jahren kaum digitale Schadensfälle. Die Zahl der „Betrugsversuche“ nehme jedoch zu, was aber nicht am Online-Banking liege. „Auch bei uns versuchen Betrüger mit Anrufen und Mails Überweisungen zu erwirken. Wir müssen alle vorsichtig im Umgang mit Bankdaten sein“, warnt der Bankvorstand.   

Für Karrais, der sich für eine digitale Verwaltung einsetzt, ist das ein gutes Zeichen: „Die Finanzbranche ist beim Thema Digitalisierung ein Vorreiter“. Online-Transaktionen, eine digitale Identifikation und hohe Sicherheitsstandards gingen Hand in Hand. Was beim Online-Banking bereits gelinge, sei auch für eine digitale Verwaltung notwendig, so der digitalpolitische Sprecher der FDP-Fraktion im Landtag.

Abschließend informierte sich Karrais über die aktuelle Lage am Immobilienmarkt. Braun berichtete von einer spürbaren Zurückhaltung bei Bauvorhaben: „Das Neubaugeschäft ist deutlich abgeflacht“. Hohe Baukosten, gestiegene Zinsen und regulatorische Auflagen machten es Bauwilligen nicht einfacher. „Es geht nicht nur um Zinsen, sondern um die Baukosten an sich. Da müssen bürokratische Regelungen runtergefahren werden“, sagte Karrais dazu. Ein konsequenter Netz- und Speicherausbau könne zudem die Energiepreise senken.

Bildunterschrift: Boris Braun (links) und Daniel Karrais (rechts) (Foto: Siebers)

„Das gesamte Gesundheitssystem befindet sich in einer Umbruchphase“

Der FDP-Landtagsabgeordnete Daniel Karrais hat das Helios Klinikum in Rottweil besucht. Gemeinsam mit Geschäftsführer Moritz Lang diskutierte er die medizinische Versorgung im Landkreis. Im Zentrum des Gesprächs standen dabei die Krankenhausreform, die Fachkräftesicherung sowie die Situation der Beleghebammen.

„Es muss sichergestellt werden, dass die Menschen hier in der Region eine gute und wohnortnahe Versorgung haben“, betont FDP-Politiker Karrais mit Blick auf die Krankenhausreform. Die Reform sieht vor die Anzahl der Kliniken in Deutschland zu reduzieren und diese stärker auf bestimmte Leistungen zu spezialisieren. „Baden-Württemberg hat in den vergangenen Jahrzehnten seine Krankenhausstruktur effizient gestaltet. Da haben wir anderen Ländern etwas voraus. Ich hoffe, dass sich das auszahlt“, findet Karrais, der im Landtag den Kreis Rottweil vertritt. Er betrachte etwa die noch offenen Zuweisungen von Leistungen an die Krankenhäuser mit Sorge.

Das Gespräch habe einmal mehr gezeigt, dass der Fachkräftemangel im medizinischen Bereich ein wichtiges Thema sei, sowohl im stationären, als auch im ambulanten Bereich. Wie eine Anfrage des Abgeordneten Karrais an die Landesregierung ergab, mangelt es im Landkreis Rottweil vor allem an Kinder- und Frauenärzten. „Mit Blick auf die demografische Entwicklung droht sich der Mangel in Zukunft zu verschärfen“, sagte Karrais. Der Rottweiler Abgeordnete und Kreisrat spricht sich daher für die Errichtung eines Medizinischen Versorgungszentrums (MVZ) im Landkreis aus, um die Versorgung zu verbessern. Mit diesem könne man verschiedene fachärztliche Angebote bündeln. Gleichzeitig würden Ärztinnen und Ärzte durch die Anstellung beim MVZ von lästigen Verwaltungsaufgaben befreit und hätten mehr Zeit für die Patientinnen und Patienten, erklärt Karrais.

Ein weiterer Gesprächspunkt war die Situation der Beleghebammen. Durch eine neue gesetzliche Regelung drohten diesen finanzielle Einbußen. Karrais mahnte an, dass die neuen Regeln geändert werden müssten: „Wir haben ein funktionierendes System, das man nicht einfach so ändern sollte“

Karrais versichert sich im Gemeinderat, Kreistag und Landtag weiterhin für eine gute medizinische Versorgung im ländlichen Raum einzusetzen.

Forderungen der DUH führen zu weiterer Schwächung der Wirtschaft und schützen das Klima nicht

 

Aktuell wird über eine Klage der Deutschen Umwelthilfe (DUH) gegen das Land wegen der Verfehlung der Klimaziele berichtet. Dazu sagt der klimapolitische Sprecher der FDP/DVP-Fraktion, Daniel Karrais:

 

„Die Forderungen und die Klage der DUH zeigen das Kernproblem des Klimaschutzgesetzes im Land auf. Es stehen tolle Ziele drin, aber das Land hat keine Möglichkeit diese aus eigener Kraft zu erreichen.

 

Genau vor einer solchen Klage habe ich schon bei der Einführung der überambitionierten Ziele gewarnt. Weder kann das Land Tempolimits auf Autobahnen einführen noch der Industrie das Produzieren verbieten. Die Forderung der DUH nach einer LKW-Maut spart keine einzige Tonne CO2, sondern führt zu einer weiteren Schwächung unseres Wirtschaftsstandorts. Die DUH zeigt damit erneut, dass sie eine unseriöse Klagevereinigung ist.

 

Die Landesregierung wäre gut beraten, die Klimaziele an die des Bundes anzupassen und stärker auf die Innovationskraft des Landes zu setzen. Ähnlich hat sich der Ministerpräsident jüngst geäußert; dem sollte man nun Taten folgen lassen. Einen passenden Gesetzentwurf zur Anpassung der Klimaziele, Abschaffung der Sektorziele und einer Fokussierung auf die Kosteneffizienz von Klimaschutzmaßnahmen haben wir bereits eingereicht. Wir sind offen für eine konstruktive Diskussion einer Neuausrichtung der Klimaziele des Landes. Wirksamer Klimaschutz gelingt nur mit einer national und europäisch abgestimmten Klimapolitik, nicht mit Alleingängen und schon gar nicht mit Klagen.“